Im Tarifstreit mit der Telekom-Tochter T-Systems hat die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di für Dienstag (16. Februar) zu ersten Warnstreiks in Hamburg aufgerufen. Da der Arbeitgeber sich nicht bewege, sei die Zeit reif, um über Warnstreiks Bewegung in die festgefahrene Situation zu bekommen, sagte ver.di-Arbeitskampfleiter Ado Wilhelm am Montag. Für die Streiks sollten «gezielt ausgesuchte Spezialisten» angesprochen werden, damit durch die Arbeitsniederlegungen auch Großkunden von Ausfällen betroffen würden, fügte Wilhelm hinzu.
Vor der Niederlassung Lademannbogen, bei der rund 500 der insgesamt 800 Hamburger T-Systems-Mitarbeiter beschäftigt sind, ist nach Angaben von ver.di zwischen 8.00 Uhr bis 11.00 Uhr eine Warnstreikversammlung geplant. «Wir erwarten, dass sich rund 25 Prozent der Beschäftigten an den Warnstreiks beteiligen», sagte Hans-Jürgen Klempau von ver.di auf ddp-Anfrage. Sollten die nächsten Tarifgespräche weiterhin ergebnislos bleiben, würden die Warnstreiks ab Mittwoch bundesweit ausgeweitet.
Ab Dienstag gehen in Bonn die Tarifgespräche für die rund 20 000 Beschäftigten in die dritte Runde. Die Gewerkschaft fordert nach eigenen Angaben fünf Prozent mehr Gehalt bei zwölf Monaten Laufzeit.
Hamburg (ddp-nrd)





























