Politik
Taliban - Schadenersatzforderungen an Bundesregierung nach NATO-Luftangriff
20.11.09 | 22:05 UhrDie Taliban hatten Anfang September nahe Kundus zwei Tanklaster entführt, die dann auf deutschen Befehl hin wenige Stunden später durch einen Luftangriff zerstört wurden. Bei dem Zwischenfall kamen nach afghanischen Angaben 99 Menschen ums Leben, darunter 30 Zivilisten.ddp/chj Auf die Bundesregierung kommen Schadenersatzforderungen wegen des NATO-Luftangriffs Anfang September in Nordafghanistan zu. Die Hinterbliebenen der zivilen Opfer wollen auf rechtlichem Weg eine Entschädigung erzwingen, wie der «Weser-Kurier» (Samstagausgabe) vorab berichtete. Der deutsch-afghanische Rechtsanwalt Karim Popal aus Bremen sagte dem Blatt, dass er am Dienstag zusammen mit drei Kollegen einen entsprechenden Brief an das Verteidigungsministerium geschickt habe. Die vier Anwälte haben laut Bericht 78 Vollmachten von Hinterbliebenen des Luftschlags. Popal sagte, er hoffe auf eine außergerichtliche Einigung mit der Bundesregierung. Scheitert sie, wollen die Anwälte auf Schadenersatz wegen fehlerhaftem und grob fahrlässigem Verhalten der Bundeswehr klagen.
Die Taliban hatten Anfang September nahe Kundus zwei Tanklaster entführt, die dann auf deutschen Befehl hin wenige Stunden später durch einen Luftangriff zerstört wurden. Bei dem Zwischenfall kamen nach afghanischen Angaben 99 Menschen ums Leben, darunter 30 Zivilisten.
ddp/chj
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Die Taliban hatten Anfang September nahe Kundus zwei Tanklaster entführt, die dann auf deutschen Befehl hin wenige Stunden später durch einen Luftangriff zerstört wurden. Bei dem Zwischenfall kamen nach afghanischen Angaben 99 Menschen ums Leben, darunter 30 Zivilisten.ddp/chj Auf die Bundesregierung kommen Schadenersatzforderungen wegen des NATO-Luftangriffs Anfang September in Nordafghanistan zu. Die Hinterbliebenen der zivilen Opfer wollen auf rechtlichem Weg eine Entschädigung erzwingen, wie der «Weser-Kurier» (Samstagausgabe) vorab berichtete. Der deutsch-afghanische Rechtsanwalt Karim Popal aus Bremen sagte dem Blatt, dass er am Dienstag zusammen mit drei Kollegen einen entsprechenden Brief an das Verteidigungsministerium geschickt habe. Die vier Anwälte haben laut Bericht 78 Vollmachten von Hinterbliebenen des Luftschlags. Popal sagte, er hoffe auf eine außergerichtliche Einigung mit der Bundesregierung. Scheitert sie, wollen die Anwälte auf Schadenersatz wegen fehlerhaftem und grob fahrlässigem Verhalten der Bundeswehr klagen.
Die Taliban hatten Anfang September nahe Kundus zwei Tanklaster entführt, die dann auf deutschen Befehl hin wenige Stunden später durch einen Luftangriff zerstört wurden. Bei dem Zwischenfall kamen nach afghanischen Angaben 99 Menschen ums Leben, darunter 30 Zivilisten.ddp/chj Auf die Bundesregierung kommen Schadenersatzforderungen wegen des NATO-Luftangriffs Anfang September in Nordafghanistan zu. Die Hinterbliebenen der zivilen Opfer wollen auf rechtlichem Weg eine Entschädigung erzwingen, wie der «Weser-Kurier» (Samstagausgabe) vorab berichtete. Der deutsch-afghanische Rechtsanwalt Karim Popal aus Bremen sagte dem Blatt, dass er am Dienstag zusammen mit drei Kollegen einen entsprechenden Brief an das Verteidigungsministerium geschickt habe. Die vier Anwälte haben laut Bericht 78 Vollmachten von Hinterbliebenen des Luftschlags. Popal sagte, er hoffe auf eine außergerichtliche Einigung mit der Bundesregierung. Scheitert sie, wollen die Anwälte auf Schadenersatz wegen fehlerhaftem und grob fahrlässigem Verhalten der Bundeswehr klagen.
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