Impulse für angeblich gesunde Süßigkeiten kommen aus Japan, Australien und den USA. Dort hat das in Paraguay wachsende Süßkraut Stevia herkömmlichen Zucker als Zutat teilweise abgelöst, etwa in Softdrinks. Das Kraut soll kein Zahnkaries verursachen, kalorienfrei und 300 Mal süßer als Zucker sein. Mit Stevia experimentieren auch hiesige Hersteller, seit die Europäischen Union den Stoff im Dezember als Lebensmittel zugelassen hat. Vollständig ersetzen könne man Zucker - den wichtigsten Rohstoff der Branche - aber nicht, meinten Vertreter von Industrie und Handel.
Von der weltweit größten Fachmesse für Süßigkeiten erhofft sich die Branche gute Geschäfte, vor allem mit ausländischen Kunden. Mit einem Exportanteil von rund 46 Prozent wanderte 2011 fast jede zweite Tonne deutscher Süßwaren ins Ausland, vor allem in europäische Länder. Die deutschen Hersteller lieferten 2,3 Prozent mehr Süßwaren ins Ausland als 2010, nämlich gut 1,7 Millionen Tonnen.
Der Pro-Kopf-Konsum von Süßigkeiten blieb im Inland 2011 mit 31,42 Kilo nahezu stabil. Insgesamt produzierte die Branche knapp 3,8 Millionen Tonnen Süßwaren, der Umsatz stieg um 2,1 Prozent auf 12,8 Milliarden Euro. Die Hersteller kämpfen nach eigenen Angaben mit gestiegenen Rohstoffpreise, etwa für Zucker, Mehl und Mandeln. Durch diese gestiegenen Kosten könnten sich Süßwaren nach Einschätzung des Handels auch im Laden verteuern.


Forum
Facebook
Twitter





















