Suchthelfer befürworten höhere Eigenbedarfsgrenze für Drogen: Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) begrüßt die geplante Anhebung der Eigenbedarfsgrenze für Drogen in Nordrhein-Westfalen. Dies diene der Entkriminalisierung von Probierern und Drogenkonsumenten, sagte Sprecherin Christa Merfert-Diete der Nachrichtenagentur ddp in Hamm. «Wir sind nicht für ein Verbot, sondern für eine Entkriminalisierung», betonte Merfert-Diete.
Vergrößern Suchthelfer befürworten höhere Eigenbedarfsgrenze für Drogen | Bild: © ad-hoc-news

Nach Darstellung der Sprecherin macht es Sinn, dass diejenigen, die erstmals mit einer geringen Menge Drogen aufgegriffen werden, nicht Gefahr laufen, juristisch belangt zu werden. Das Gleiche gelte für Konsumenten, die Drogen bei sich hätten, um zum Beispiel in eine Fixerstube zu gehen.

Die NRW-Landesregierung plant nach eigenen Angaben, noch in diesem Jahr die Eigenbedarfsgrenze für «weiche» Drogen von sechs auf zehn Gramm zu erhöhen. Dazu zählen Haschisch und Marihuana. Bei den sogenannten harten Drogen wie Heroin, Kokain und Amphetaminen sollen wieder 0,5 Gramm zum Eigenverbrauch erlaubt sein. Damit hebt NRW-Justizminister Thomas Kutschaty (SPD) die unter der schwarz-gelben Vorgängerregierung verschärften Regelungen auf.

ddp