Suche nach Siegergen: Volleyballer brauchen Wunder: Berlin (dpa) - Die Ausgangslage scheint niederschmetternd, der Gegner übermächtig - vor den Heimspielen gegen Titelanwärter Russland müssen die deutschen Schmetterkünstler im Kampf um die Weltliga-Endrunde auf ein wahres Volleyball-Wunder hoffen.
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«Russland hat zwar noch kein Spiel verloren. Wir waren aber bereits auswärts in jedem Satz ganz dicht dran», sagt Zuspieler Patrick Steuerwald und macht seinen Kollegen vor den beiden Partien am 23. und 24. Juni in Berlin Mut.

Zwei Wochen vor der Finalrunde in Danzig droht den Männern des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) auch beim achten Anlauf im Wettbewerb der weltbesten Nationalteams das frühe Vorrunden-Aus. Ausgerechnet daheim wurden gegen Japan und Hauptkonkurrent Bulgarien wichtige Punkte hergeschenkt. Dagegen verkaufte sich das Team von Bundestrainer Raúl Lozano auswärts bei Gruppenfavorit Russland erfreulich teuer.

Zwar stand es dort am Ende zweimal 0:3, doch wie eng es tatsächlich zuging, bewies das Punkteergebnis der ersten Partie: 73:79. «Ich hoffe, dass so etwas in Berlin noch einmal passiert - hoffentlich mit einem anderen Ende», sagt Diagonalangreifer und Russland-Legionär Jochen Schöps. Vor allem gilt es, die «russischen Riesen» am Netz in Schach zu halten.

Beim Schlüsselspiel gegen Bulgarien zogen die Deutschen am vergangenen Wochenende den Kürzeren, nun müssen für den erstmaligen Sprung zur Weltliga-Endrunde also ausgerechnet gegen den als einziges Team noch ungeschlagenen Weltranglisten-Zweiten Siege her. «Die Russen haben noch keinen Punkt abgegeben», betont Angreifer Christian Dünnes. «Aus eigener Kraft ist da kaum noch etwas möglich, aber wir werden alles versuchen.»

Mut machen ist angesagt, und nur zu gerne würden die Hallen-Nationalspieler bei ihren Beach-Kollegen Julius Brink und Jonas Reckermann Anleihe nehmen. Die Weltmeister von 2009 holten am vergangenen Wochenende bei den Welttitelkämpfen in Rom mit Bronze ihre zweite WM-Medaille. «Von diesem Sieger-Gen könnten wir auch etwas gebrauchen», sagte Libero Ferdinand Tille fast ein wenig neidisch.