Suche nach Mirko: Polizei glaubt an Verbrechen: Grefrath (dpa) - Rund 1000 Polizisten setzen am Niederrhein die Suche nach dem zehnjährigen Mirko fort. «Wir ziehen den Kreis weiter», sagte ein Polizeisprecher in Mönchengladbach. Die Fahnder glauben an ein Verbrechen. Mirko ist seit vier Tagen verschwunden.
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Neun Spezial-Spürhunde wurden am Dienstag aus ganz Nordrhein-Westfalen in das Suchgebiet gebracht. Inzwischen sind über 100 Hinweise aus der Bevölkerung bei den Ermittlern eingegangen. Mirkos Fahrrad war einen knappen Kilometer von seinem Elternhaus entfernt gefunden worden. Suchhunde hatten Mirkos Spur noch fünf Kilometer Richtung Norden gewittert.

Unterdessen hat die Opferschutz-Organisation Weißer Ring Mirkos Eltern ihre Hilfe angeboten. «Wenn ein Kind verschwindet, ist das eine Ausnahmesituation, die unheimlich schwer durchzustehen ist», sagte der Sprecher der Bundesgeschäftsstelle des Weißen Rings, Veit Schiemann, der dpa in Mainz. Bundesweit seien rund 3000 Mitarbeiter des Vereins ausgebildet, Eltern in solchen Situationen beizustehen.

Nach Angaben von Schiemann werden jährlich 50 000 Kinder und Jugendliche in Deutschland als vermisst gemeldet. Die meisten Vermissten tauchten in der Regel nach zwei bis drei Wochen wieder auf, sagte Schiemann. Bei etwa 1000 von ihnen handele es sich aber um «Langzeitvermisste», die mehr als zwölf Monate verschwinden, etwa 100 fielen einem Verbrechen zum Opfer.