Studium - Universität Osnabrück stellt Hörsaalbesetzern ein Ultimatum: Die Studenten protestieren gegen ein verschultes Studium und Studiengebühren Der Druck auf die Hörsaalbesetzer an niedersächsischen Hochschulen wächst. Die Hochulleitung der Universität Osnabrück forderte die Studenten, die dort seit elf Tagen einen Hörsaal besetzt halten, bis Mittwochnachmittag ultimativ zum Gehen auf. Der Lehrbetrieb müsse wieder aufgenommen werden, betonte am Dienstag ein Universitätssprecher.
Vergrößern Studium - Universität Osnabrück stellt Hörsaalbesetzern ein Ultimatum | Bild: ©

Die Protestaktionen richten sich gegen ein verschultes Studium, Studiengebühren und eine hohe Arbeitsbelastung durch die neuen Bachelor- und Masterstudiengänge.

In Hannover will die Hochschulleitung die Besetzung des Audimax beenden, wenn dadurch der Lehrbetrieb eingeschränkt wird. Das Gremium habe an den vergangenen Tagen in Gesprächen mit den Besetzern teilweise Verständnis für die Probleme der Studenten geäußert. Zugleich habe die Hochschulleitung aber auf Räumung des Audimax bestanden, falls Vorlesungen und Seminare durch die Besetzung verhindert würden, sagte eine Universitätssprecherin auf ddp-Anfrage. An der Leibniz-Universität halten rund 30 Studenten das Audimax besetzt.

Rund 20 bis 50 Studenten halten in Göttingen zwei Seminarräume eines Gebäudes der Universität besetzt. «Wir sehen derzeit keinen Grund für eine Räumung», sagte ein Sprecher der Hochschule auf ddp-Anfrage am Dienstag. Die Hochschulleitung suche nicht erst seit dem Bildungsstreik mit den Studenten das Gespräch, um «an der Verbesserung der Bachelor-Studiengänge» zu arbeiten.

In Hildesheim blockieren Studenten den Hörsaal 1 der dortigen Universität. Der Raum sei dauerhaft von 20 bis 60 Leuten belegt, sagte ein beteiligter Student. Man wolle die Aktion noch bis zum Ende dieser Woche fortsetzen.

Hannover (ddp-nrd)