Studiengänge - Studiengänge sollen bis Ende 2010 überprüft werden: Summe von zehn Millionen Euro für Verbesserungen zugesagt Die Studiengänge an den Hochschulen sollen bis Ende 2010 auf ihre Studierbarkeit überprüft und gegebenenfalls entrümpelt werden. Das hätten die Hochschulen zugesagt, sagte Bildungsministerin Doris Ahnen (SPD) am Donnerstag in der Fragestunde des Mainzer Landtags.
Vergrößern Studiengänge - Studiengänge sollen bis Ende 2010 überprüft werden | Bild: ©

Bei der Umsetzung des sogenannten Bologna-Prozesses sei es zu «Überregulierungen» gekommen, räumte die Ministerin ein. Wichtig sei nun, dass es «in einem engen Zeitraum» zu Verbesserungen komme. Das seien etwa eine Entzerrung der Prüfungen, die bessere Anerkennung von Leistungen zwischen verschiedenen Hochschulen sowie ein größerer Spielraum beim Zugang zu Master-Studiengängen, sagte Ahnen.

Das Land stelle für konkrete Verbesserungen rund fünf Millionen Euro aus dem Haushalt sowie dem Hochschulprogramm «Wissen schafft Zukunft» zur Verfügung. Die Hochschulen wollten noch einmal den gleichen Betrag beisteuern. Anfang 2010 will die Landesregierung zudem eine Novelle des Hochschulgesetzes im Landtag einbringen, mit der die Änderungen auch gesetzlich verankert werden sollen.

In der kommenden Woche werde Rheinland-Pfalz zudem einen Antrag in den Bundesrat zur Erhöhung des Bafögs einbringen, kündigte Ahnen an. Dies sei «besser als ein Stipendiensystem», wie es die schwarz-gelbe Bundesregierung plane, sagte Ahnen.

Die Studenten auch in Rheinland-Pfalz protestieren seit Wochen gegen schlechte Studienbedingungen, vor allem durch die Umstellung der Studiengänge in Bachelor- und Master-Studiengänge. Am Donnerstag übergaben in Mainz Studenten der Fachhochschule Ludwigshafen einen Forderungskatalog an die CDU-Landtagsfraktion. An der FH sind demnach derzeit rund 4000 Studenten eingeschrieben, obwohl die Hochschule nur für halb so viele Studenten ausgelegt sei.

Ahnen zufolge gibt es in der Frage der Raumnot an der FH Ludwigshafen inzwischen Abhilfe: Stadt, Land und der Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB) hätten sich auf den Erwerb eines Grundstücks in Nachbarschaft zur FH geeinigt, auf dem nun ein Campus entstehen könne. Damit werde sich die Raumsituation deutlich verbessern, sagte Ahnen.

Mainz (ddp-rps)