Studie - Studie: Armutsrisiko im Südwesten gering: Laut einer neuen Studie ist das Armutsrisiko in Baden-Württemberg gering. Im Südwesten waren laut einem am Montag von der Bertelsmann Stiftung veröffentlichten Bundesländer-Vergleich durchschnittlich nur gut 50 von 1000 Einwohnern auf eine finanzielle Unterstützung des Staates angewiesen, um ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können.
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Bayern liegt etwa gleichauf.

In der Bundeshauptstadt Berlin hingegen erhielten von 1000 Einwohnern knapp 200 staatliche Transferleistungen. Für die Studie untersuchte die Bertelsmann Stiftung neben der Sicherheit auch die Sektoren Einkommen und Beschäftigung. Analysiert wurde der Zeitraum zwischen 2006 und 2008.

Der Südwesten ist demnach unter den erfolgreichsten Bundesländern im Bereich «Beschäftigung» mit den beiden Zielgrößen Erwerbstätigkeit und Arbeitslosigkeit. Im Südwesten und in Bayern ist die Arbeitslosigkeit am geringsten. Baden-Württemberg gehört neben Bayern und den Stadtstaaten Hamburg und Bremen außerdem zu den erfolgreichsten Ländern beim Einkommen, der aus den Zielgrößen Bruttoinlandsprodukt pro Kopf und Wirtschaftswachstum gebildet wird.

Im Ländervergleich wurde ein «deutliches Nord-Süd-Gefälle» sichtbar. Eine Ursache ist nach Ansicht der Bertelsmann Stiftung der hohe Anteil junger Alleinerziehender, da diese tendenziell eher von Armut bedroht sind als Paare. Der Anteil junger Alleinerziehender liegt in Baden-Württemberg bei 16,6 Prozent. In den neuen Bundesländern müssen dagegen durchschnittlich 35 Prozent der Eltern unter 20 Jahren ihre Kinder ohne Partner aufziehen. Generell wird das Risiko, auf Unterstützung vom Staat angewiesen zu sein, den Angaben zufolge vor allem durch die sozialen Strukturen sowie die Möglichkeiten sozialer Mobilität bestimmt.

Gütersloh (ddp-bwb)