Studie sieht dramatisches Schrumpfen der Ost-Renten: Die Renten in Ostdeutschland werden künftig zum Teil deutlich sinken. Das geht aus einer Studie hervor, die das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) am Mittwoch in Berlin vorstellte. Für einen Großteil derjenigen, die ab Ende der 2020er Jahre aus dem Erwerbsleben ausscheiden, werde die gesetzliche Rente sogar nahe oder unter der Grundsicherung von 600 Euro liegen.
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Hauptgrund dafür sei die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit in Ostdeutschland in Kombination mit der Absenkung des Rentenniveaus.

Als politische Gegenstrategie rieten die DIW-Forscher, die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu stärken und die Lebensarbeitszeit zu verlängern. Für Westdeutschland sei hingegen mit relativ stabilen Rentenzahlungen, für Frauen sogar ein leichtes Plus zu erwarten.

«Die Entwicklung in Ostdeutschland ist dagegen zum Teil dramatisch», sagte Viktor Steiner, der die Studie leitete. «Bei den jüngeren von uns untersuchten Jahrgängen in Ostdeutschland wird der durchschnittliche Rentenzahlbetrag unter das durchschnittliche Niveau der Grundsicherung fallen.»

Die Ursachen für diese Entwicklung hingen unmittelbar mit der Situation am Arbeitsmarkt zusammen: Seit Beginn der 90er Jahre schnellte die Arbeitslosigkeit in Ostdeutschland nach oben und verharrt seitdem auf deutlich höherem Niveau als im Westen. Hinzu komme der Trend zu mehr Teilzeitbeschäftigung und Minijobs - vor allem Frauen rutschten in Ostdeutschland aus Vollzeitstellen in geringfügige Beschäftigung.

Berlin (ddp)