Starkes Chemie-Quartal: Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) hat nach einem überraschend starken zweiten Quartal seine Jahresprognosen erhöht. Die deutsche chemische Industrie erwarte nun im Gesamtjahr 2010 einen Anstieg der Produktion um rund 11 Prozent und bei weiter anziehenden Preisen eine Zunahme des Umsatzes um 18 Prozent, kündigte der Verband am Donnerstag an.
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Bisher hatte die Branche einen Anstieg der Chemieproduktion um 8,5 Prozent und ein Umsatzzuwachs von 10 Prozent in Aussicht gestellt.

'Wir haben die Folgen der Wirtschaftskrise jetzt nahezu überwunden', sagte VCI-Präsident Ulrich Lehner. Motor des Wachstums im zweiten Quartal sei die starke Nachfrage aus dem Ausland gewesen. Auch im Inland sei das Geschäft mit industriellen Kunden gut verlaufen. Die Kapazitätsauslastung der Anlagen erreichte den Angaben zufolge fast wieder das für die Branche übliche Niveau. Lehner bezeichnet die Entwicklung als 'rasantes Comeback'.

Insgesamt sei die Produktion zwischen April und Ende Juni gegenüber dem ersten Jahresviertel um 1,5 Prozent gestiegen, hieß es. Auf Jahressicht habe der Zuwachs 14,2 Prozent betragen. Die Preise für chemische Erzeugnisse seien im Vergleich zum Vorquartal um 1,8 Prozent gestiegen. In der Folge kletterte der Umsatz den Angaben zufolge auf rund 41,6 Milliarden Euro, ein Plus von 5,2 Prozent. Gegenüber 2009 seien 22,7 Prozent mehr erlöst worden. Die Beschäftigung sei seit Jahresbeginn stabil. Im vergangenen Jahr war die Zahl der Beschäftigten laut VCI um 2,9 Prozent auf 416 250 zurückgegangen.

Auch für die kommenden Monaten sagte der Verband weiteres Wachstum voraus. Es werde aber langsamer aufwärtsgehen, hieß es.

ddp