Cottbus (ddp-lbg). Mit einem gemeinsamen Forschungsprojekt wollen die Stadt Cottbus und die Brandenburgische Technische Universität (BTU) bis zum Jahr 2011 die Elektromobilität im öffentlichen Verkehr testen. In das beim Bundesverkehrsministerium beantragte Projekt sollen rund 20 Millionen Euro fließen, teilte Oberbürgermeister Frank Szymanski (SPD) am Dienstag mit. Der Bund fördert in den nächsten Jahren acht derartige Projekte mit rund 115 Millionen Euro. Cottbus hoffe auf den Zuschlag.

Während der Testphase soll unter anderem eine Modellflotte von 100 Pkw und zehn Bussen auf den Einsatz mit Batteriestrom getestet werden. Die Niederspannungsenergie dafür soll den Angaben zufolge über Photovoltaik- und Biomasseverfahren erzeugt werden. Die BTU will eine Photovoltaik/Batterie-Anlage installieren, um die späteren Dimensionen für stationäre Batteriespeicher zu erkunden.

Ziel sei es, bis zum Jahr 2014/2015 die gesamte Busflotte in Cottbus mit erneuerbaren Energien zu speisen, sagte Szymanski. Mit dem Vorhaben sollen gleichzeitig das Verkehrsentwicklungskonzept der Stadt sowie der Lärmaktions- und Luftreinhalteplan umgesetzt werden. Die Cottbuser Straßenbahn soll auf drei Hauptlinien weiter fahren. Geplant sei ein Direktanschluss mit einem Knotenpunkt am Hauptbahnhof. Die stillgelegten Straßenbahn-Teilstrecken sollen später durch Busse ersetzt werden.

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