Der MDax legte am Ende um 0,49 Prozent auf 10 545,67 Punkte zu. Der TecDax schloss dagegen belastet von sehr schwachen Solarwerten mit einem Abschlag von 0,26 Prozent auf 775,20 Punkte. Händler sprachen von einem Versuch der Stabilisierung in einem nervösen Markt. Rückenwind bekam der deutsche Aktienmarkt auch von den US-Einzelhandelsdaten.

Die Titel des weltgrößten Chemiekonzerns BASF profitierten mit plus 2,00 Prozent auf 62,86 Euro von einem positiven Analystenkommentar. Die HSBC hatte die Aktien auf «Overweight» hochgestuft. Das starke Engagement im Öl- und Gasgeschäft sowie die Dividendenrendite von 4,4 Prozent sprächen für die Papiere, schrieb Analyst Geoff Haire in seiner Studie. Hinzu komme, dass BASF eine der günstigsten Bewertungen im Sektor aufweise.

Konsumgüteraktien standen in der Anlegergunst ebenfalls weit vorn. Der Düsseldorfer Konzern Henkel sieht sich allen wirtschaftlichen Unsicherheiten zum Trotz auf dem Sprung zu einem neuen Rekordjahr. 2011 hatte der Hersteller von Waschmitteln, Shampoo und Klebern soviel umgesetzt und verdient wie nie zuvor. Die Henkel-Aktien zogen um 1,79 Prozent an. In ihrem Fahrwasser verteuerten sich auch die Beiersdorf-Titel um 1,69 Prozent. Die Autowerte Volkswagen, Daimler und BMW verbuchten Kursgewinne zwischen 1,3 und 1,8 Prozent. Einige Anleger seien der Ansicht, dass die jüngsten Kursverluste angesichts der zuletzt sehr guten Absatzzahlen nicht gerechtfertigt seien, hieß es am Markt.

Im MDax kletterten die Anteilsscheine der SGL Group nach Abschluss eines langfristigen Vertrages mit dem Stahlkonzern ArcelorMittal zur Lieferung von Graphitelektroden um 1,44 Prozent. Aktienhändler Jörg Heineke von Tao Capital sagte: «Der Großauftrag zeigt die Bedeutung der Produkte von SGL für die Stahlindustrie.» Die Fraport-Aktien sanken dagegen um 0,36 Prozent. Der Flughafenbetreiber hatte mitgeteilt, im März einen neuen Passagierrekord aufgestellt zu haben. In der Fracht hatte sich der Abwärtstrend hingegen fortgesetzt.

Der EuroStoxx 50 stieg um 0,42 Prozent auf 2301,19 Punkte. Gewinne gab es auch bei den Leitindizes in Paris und London. In den USA notierte der Dow Jones Industrial zum europäischen Börsenschluss ebenfalls im Plus.

Am deutschen Rentenmarkt fiel die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 1,39 Prozent (Freitag: 1,40) Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,03 Prozent auf 132,14 Punkte. Der Bund-Future legte um 0,11 Prozent auf 140,42 Punkte zu. Der Euro notierte zuletzt unverändert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,3024 (Freitag: 1,3148) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7678 (0,7606) Euro.