Erfurt (dapd-lth). In einem Schreiben an die Abgeordnete im Zusammenhang mit den Durchsuchungen bei ihrem Vater, dem Jugendpfarrer Lothar König, sei versehentlich von Vorermittlungen gegen die Politikerin wegen Landfriedensbruch die Rede gewesen.
Es gehe in dem Brief aber lediglich um die Beschlagnahmung einer Liste bei der Durchsuchung der Wohnung ihres Vaters, sagte der Sprecher. Dabei sei es um einen Antrag von Frau König auf Herausgabe des Dokuments gegangen, der abgelehnt worden sei. Der Fehler werde nun korrigiert, kündigte Hille an.
König hatte am Wochenende die vermeintlichen Vorermittlungen der sächsischen Behörden gegen sie publik gemacht. Am vergangenen Mittwoch war die Wohnung ihres Vaters durchsucht worden. Er soll im Februar bei Protesten gegen einen Neonazi-Aufmarsch in Dresden von einem Lautsprecherwagen aus zur Gewalt gegen Polizisten aufgerufen haben. Der Pfarrer bestreitet die Vorwürfe.
Das Vorgehen der sächsischen Ermittler hatte Kritik ausgelöst, da die Thüringer Behörden über die geplante Razzia nicht informiert wurden. Die Evangelische Kirche sieht durch die Durchsuchung zudem das Seelsorge-Geheimnis gefährdet.
dapd


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