Leichtathletik, WM

London - Usain Bolt ist Bei der Leichtathletik-WM in London auf dem Weg zum erhofften zwölften WM-Gold mit Jamaikas Sprintstaffel ins Finale gerannt.

12.08.2017 - 17:56:06

Deutsche Sprint-Frauen stark - Bolt im Staffel-Finale - Rico Freimuth mit Titel-Chance. Für Zehnkämpfer Rico Freimuth vom SV Halle ist der Titelgewinn im Zehnkampf weiter in greifbarer Nähe.

  • Locker ins Finale - Foto: Usain Bolt kann sein Karriereende mit der Staffel der Jamaikaner vergolden. Foto: Rainer Jensen

    Usain Bolt kann sein Karriereende mit der Staffel der Jamaikaner vergolden. Foto: Rainer Jensen

  • Wechsel - Foto: Bernd Thissen

    Gina Lückenkemper (l) und Rebekka Haase wechseln im Vorlauf der 4x100 Meter Staffel. Foto: Bernd Thissen

  • Im Finale - Foto: Rainer Jensen

    Gina Lückenkemper (l) und Rebekka Haase freuen sich nach dem Vorrundenlauf in der Staffel über 4x100. Foto: Rainer Jensen

  • Ausgepumpt - Foto: Rainer Jensen

    Nadine Gonska (l-r), Laura Müller, Svea Köhrbrück und Ruth-Sophia Spelmeyer haben es ins Finale über 4x400 Meter geschafft. Foto: Rainer Jensen

  • Zufrieden - Foto: Bernd Thissen

    Zehnkämpfer Rico Freimuth hat beim Diskuswurf auf 24 Punkte an den führenden Franzosen Kevin Mayer herangearbeitet. Foto: Bernd Thissen

  • Titel-Chance - Foto: Rainer Jensen

    Und beim Stabhochsprung rückt Zehnkämpfer Rico Freimuth bis auf 16 Punkte an den führenden Franzosen heran. Foto: Rainer Jensen

Locker ins Finale - Foto: Usain Bolt kann sein Karriereende mit der Staffel der Jamaikaner vergolden. Foto: Rainer JensenWechsel - Foto: Bernd ThissenIm Finale - Foto: Rainer JensenAusgepumpt - Foto: Rainer JensenZufrieden - Foto: Bernd ThissenTitel-Chance - Foto: Rainer Jensen

Nach acht Disziplinen am Samstag liegt er mit 7121 Punkte nur 16 Zähler hinter dem favorisierten Franzosen Kevin Mayer. Auf den Bronzerang rückte nach dem Stabhochsprung der Olympia-Vierte Kai Kazmirek von der LG Rhein-Wied mit 7021 Punkten. Der letzte und einzige WM-Sieg eines deutschen Zehnkämpfers liegt 30 Jahre zurück: 1987 konnte der frühere DDR-Athlet Torsten Voss WM-Gold holen.

Das jamaikanische Quartett mit dem Superstar als Schlussläufer den zweiten Vorlauf über 4x100 Meter in 37,95 Sekunden. Die deutsche Staffel verpasste als Fünfte das Finale am Samstagabend.

Hingegen dürfen die DLV-Sprinterinnen um Gina Lückenkemper um die Medaillen mitrennen. Tatjana Pinto (Paderborn), Lisa Mayer (Wetzlar), Lückenkemper (Dortmund) und Rebekka Haase (Thum) gewannen den zweiten Vorlauf in 42,34 Sekunden vor Titelverteidiger Jamaika (42,50). Die Amerikanerinnen siegten im ersten Rennen in 41,84 Sekunden. Bei den Olympischen Spielen hatten die deutschen Sprinterinnen Platz vier belegt, diesmal hoffen sie auf eine Medaille. Zuletzt hatte ein Quartett um Verena Sailer 2009 in Berlin Bronze gewonnen.

Auch die deutsche 4x400-Meter-Staffel der Frauen hat das Finale erreicht. Ruth-Sophia Spelmeyer (Oldenburg), Nadine Gonska (Mannheim), Svea Köhrbrück (Berlin) und Laura Müller (Rehlingen) kamen im zweiten Vorlauf in 3:26,24 Minuten auf Platz drei. Jamaika rannte in 3:23,64 Minuten die schnellste Zeit. Das erste Rennen gewann das US-Quartett in 3:21,66 Minuten. Eine deutsche Männer-Staffel über die vier Stadionrunden hat sich nicht für die WM qualifizieren können. Die Finals finden zum Abschluss der Weltmeisterschaft am Sonntag statt.

Der achtmalige Olympiasieger Bolt gibt im Staffel-Finale das Abschiedsrennen seiner einzigartigen Karriere. 56 600 Zuschauer im Olympiastadion feierten den 30-Jährigen schon am Vormittag euphorisch. «Die Energie in diesem Stadion ist wirklich außergewöhnlich», sagte Bolt. Es werde ihm schwerfallen, Abschied zu nehmen, aber: «Ich bin happy. Ich bin gesegnet.»

In 37,70 Sekunden waren die Amerikaner um 100-Meter-Weltmeister Justin Gatlin im ersten Vorlauf schneller als Jamaika. Die deutschen Tempojäger werden bei Bolts letztem Auftritt nicht mehr auf der Bahn stehen: Für den 100-Meter-Rekordhalter Julian Reus, Robert Hering (beide Wattenscheid), Roy Schmidt (Leipzig) und Robin Erewa (Wattenscheid) reichten 38,66 Sekunden nicht.

@ dpa.de