Fußball, Champions League

Es wird der viel zitierte heiße Tanz.

25.09.2017 - 17:33:26

Keita-Einsatz noch fraglich - RB Leipzig im feinen Zwirn zum Härtetest im Hexenkessel. RB Leipzig erwartet in Istanbul eine packende Atmosphäre und ein Gegner, der einige hochdekorierte Stars vorzuweisen hat. RB ist das egal, das Team reist nicht dahin, um nur das Stadion zu bestaunen.

Leipzig - Der Lapsus bei der Einreise von Trainer Ralph Hasenhüttl soll der letzte auf der ersten Auswärtsreise von RB Leipzig in der Champions League gewesen sein.

«Viele Fehler kannst du dir nicht leisten», prophezeite Hasenhüttl am Montag bei der Pressekonferenz im berüchtigten Fußball-Tempel des türkischen Fußball-Meisters Besiktas Istanbul. Nach einer unfreiwilligen Wartezeit wegen eines zunächst fehlenden Visums bekam Hasenhüttl im Vodafone Park schon einen ersten Vorgeschmack auf das erwartbare Spektakel am Dienstag (20.45 Uhr MESZ). «Dass es eine ganz, ganz schwere Aufgabe wird, ist sicher», meinte er.

Rasch hatte Hasenhüttl den sportlich-feinen Zwirn, in dem er und seine Mannschaft mit dem Charterflug FHY296 von Leipzig nach Istanbul geflogen waren, gegen den Trainingsanzug getauscht. Die rund zweieinhalb Stunden über den Wolken hatte er zuvor zur Analyse genutzt. «Es wird sehr wichtig sein, schnell einen guten Zugriff auf das Spiel zu bekommen», sagte Hasenhüttl.

Mut sollten den Leipzigern die bisherigen Auftritte deutscher Teams bei Besiktas machen: Im November 2009 gewann der VfL Wolfsburg in Istanbul 3:0, im November 1997 der FC Bayern 2:0, im September 1989 Borussia Dortmund 1:0. Eher weniger aufbauend aus Sicht des auswärts international noch unerfahrenen Leipziger Clubs ist die Tatsache, dass Besiktas in seinem Stadion seit dem 5. Februar kein Pflichtspiel mehr verloren hat. «Wir werden alles tun, um uns bestmöglich zu präsentieren, auch wenn es definitiv schwer wird», meinte Orban.

Noch schwerer würde die Aufgabe sicher ohne Naby Keita. Ob der in der Bundesliga gesperrte 22-Jährige aus Guinea wieder fit genug ist, um gegebenenfalls gegen einen wie den zweimaligen Copa-América-Sieger Gary Medel aus Chile im Mittelfeld bestehen zu können, wird sich im Abschlusstraining herausstellen. «Es sieht nicht schlecht aus», meinte Hasenhüttl. Ob er Keita von Beginn an bringe, wisse er noch nicht. Ein großes Fragezeichen steht dafür hinter der möglichen Keita-Alternative Kevin Kampl.

Auf knüppelharte Duelle muss sich auch Leipzigs Erfolgsversicherung Timo Werner gefasst machen: In Europameister Pepe spielt ein Routinier in der Besiktas-Abwehr, der bei aller eigenen Kompromisslosigkeit auch alle Tricks und Nickeligkeiten drauf hat. Werners Vorteil: Der RB-Stürmer ist mit 21 Jahren 13 jünger als der Portugiese und sollte mit seinem Blitzantritt dem 1,88 Meter großen Manndecker schnell einen Schritt voraus sein. «Wir sind zwar jünger, ich habe aber auch richtigen Speed bei Besiktas gesehen auf dem Platz», sagte Hasenhüttl. Es werde nicht nur auf Speed ankommen, sondern auf mannschaftliche Geschlossenheit.

Personelle Experimente wird Hasenhüttl nach seinen Rotationstagen in Istanbul sicher nicht wagen. «Ich gehe mal nicht davon aus, dass ich wieder neun Spieler wechsle», prophezeite der 50-Jährige, der bei der 0:1-Niederlage in Augsburg eine Woche vor dem Istanbul-Match sein Team auf neun Position verändert hatte. Beim 2:1-Heimsieg gegen Eintracht Frankfurt wechselte er auf sechs Positionen.

Mit einem Sieg könnte RB nach dem zweiten Spieltag sogar die Führung übernehmen. Die Leipziger hatten im ersten Champions-League-Spiel der jungen Vereinsgeschichte ein 1:1 gegen die AS Monaco in der Red Bull Arena erzielt, Besiktas feierte allerdings einen 3:1-Erfolg beim ehemaligen Titelträger FC Porto.

An der Frische sollte es der jungen Leipziger Mannschaft im Vergleich zum durchaus betagteren Team der «Adler» auch nicht mangeln. Beide Mannschaften absolvierten Saison bisher sechs Ligaspiele, eine Pokalpartie und ein Match in der Champions League. In der türkischen Meisterschaft kassierte Besiktas am vergangenen Wochenende die erste Niederlage. Und auch die deutete an, wie hoch es beim Fußball in der Türkei hergehen kann: Drei Besiktas-Profis flogen im brisanten Derby bei Fenerbahce vom Platz, dazu zwei Spieler des Gastgebers. «Die Atmosphäre wird Wahnsinn werden», sagte RB-Kapitän Willi Orban.

@ dpa.de

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