Fußball, Bundesliga

Am Samstag ist es soweit: In einem Herzschlag-Abstiegsfinale wird aus dem Trio Hamburger SV, VfL Wolfsburg und FC Augsburg der Verein gesucht, der in die Relegation gegen den Zweitliga-Dritten muss.

19.05.2017 - 14:44:07

Seeler als Glücksbringer - HSV, VfL und FCA im Herzschlag-Abstiegsfinale. Die beiden anderen Clubs schaffen den Klassenverbleib auf direktem Weg.

Hamburg - Die Arena ist ausverkauft, der Schwarzmarkt blüht, und in Glücksbringer Uwe Seeler kehrt der HSV-Erfolgsgarant auf die Tribüne zurück: Alle wollen dabei sein, wenn am Samstag (15.30 Uhr) der Hamburger SV und der VfL Wolfsburg im «Finale gegen die Relegation» aufeinandertreffen.

«Ja, ich will mir das antun. Ich hoffe auf ein Wunder, aber es wird ein schweres Spiel», sagte Fußball-Idol Seeler der Deutschen Presse-Agentur. Bei einem knappen HSV-Sieg könnte am Ende auch der FC Augsburg der Dumme sein, sofern die Gäste bei 1899 Hoffenheim deutlicher verlieren als der VfL in Hamburg. Dann müsste der FCA am 25. und 29. Mai gegen den Zweitliga-Dritten zum Kampf um den Klassenverbleib antreten.

Vor dem Herzschlag-Saisonfinale schworen sich die Fuggerstädter auf ein letztes Aufbäumen ein und machten klar, dass es im Fernduell um den Klassenverbleib nur auf die eigene Leistung im Kraichgau ankommt. Bange Blicke zur Anzeigetafel oder ein Hoffen auf das ideale Ergebnis im Nord-Duell sind tabu. «Ich weiß, dass man sich auf niemanden verlassen kann», sagte Routinier Halil Altintop.

Zentrale Bedeutung hat ohnehin die Partie im mit 57 000 Zuschauern ausverkauften Volksparkstadion. Und da ist «Uns Uwe», der wegen einer Rücken- und einer Herz-Operation die jüngst erfolglosen Heimspiele gegen Darmstadt (1:2) und Mainz (0:0) verpasste, wieder dabei. «Ich kann ja nur die Daumen drücken», meinte der 80-Jährige, der seinem Lieblingsclub in den von ihm besuchten Heimspielen davor meist Glück gebracht hat. Immerhin holte der HSV 25 seiner 35 Punkte daheim.

Markus Gisdol hofft auf das Comeback von Top-Scorer Nicolai Müller und probiert alles. Während HSV-Fans in der euphorisierten Hansestadt versuchten, an die bis zu 500 Euro teuren Schwarzmarkt-Tickets zu gelangen, bereitete der Coach sein Team zwei Tage im beschaulichen Rotenburg/Wümme auf das Finale vor. Folgen soll das Happy End einer Achterbahn-Saison: «Wir haben uns die Chance aus einer ausweglosen Situation erarbeitet und werden sehr klar und fokussiert sein.»

Die Statistik spricht allerdings für die «Wölfe»: Der VfL ist seit 2007 in neun Auswärtsspielen an der Elbe ungeschlagen. Jonker setzt darauf, dass seine Spieler auch in Bedrängnis kühlen Kopf bewahren. «Der Kopf ist immer wichtiger. Es kommt immer vom Kopf, nie vom Fuß», sagte der Niederländer, der an den Abläufen vor der Partie deshalb kaum etwas geändert hat. Nur die Öffentlichkeit durfte seit Mittwoch nicht mehr zuschauen, wie sich der VfL auf die Begegnung vorbereitet.

Den Absturz seit der Amtsübernahme von Valérien Ismaël Ende Februar hat auch Jonker nicht stoppen können. 15 Punkte aus elf Spielen waren zu wenig, um sich den nervenaufreibenden Showdowm am Samstag zu ersparen. «Beide Mannschaften haben nicht genug gebracht, darum ist es jetzt entscheidend», sagte Jonker.

Dass sein Team überhaupt noch die Chance hat, den Super-GAU abzuwenden, liegt fast nur an Mario Gomez. Mit seinen bislang 16 Saisontoren hat er den VfL nahezu im Alleingang am Leben gehalten. «Wir steigen nicht ab», wiederholte Gomez zuletzt fast mantra-artig. «Das wird eine Nervenschlacht», befürchtet Mittelfeldspieler Maximilian Arnold.

In dem zu erwartenden Hexenkessel muss einer ganz cool bleiben: Manuel Gräfe. «Hätte man mich gefragt, welcher Schiedsrichter für dieses Spiel nicht in Frage kommt, wäre ich auf genau einen Namen gekommen», sagte der frühere FIFA-Referee Markus Merk der «Hamburger Morgenpost». Und meinte Gräfe.

Der Berliner hatte 2014/15 im zweiten Relegationsspiel des HSV beim Karlsruher SC in der Nachspielzeit einen umstrittenen Freistoß für den HSV gegeben, den Marcelo Diaz zum 1:1 nutzte. Die Hamburger blieben erstklassig, Gräfe verfolgt dieser Pfiff seither und setzt ihn am Samstag erneut unter Druck. Dennoch hält der DFB an der umstrittenen Schiedsrichteransetzung fest.

@ dpa.de

Supertrader werden ohne Börsen-Ausbildung? So einfach geht es:

Wir schenken Ihnen heute die Teilnahme am Videokurs „Aktien im Fokus“ von Deutschlands Spitzen-Analysten Nummer 1: Dennis Gürtler! Normalerweise ksotet die Teilnahme am Videokurs ein Vermögen. Doch Sie haben jetzt ksotenlos die Chance, um mit „Aktien im Fokus“ zum Supertrader zu werden. Das erste Video behandelt das Thema …

Weitere Meldungen

Aufsteiger Hannover startet - Vier Profis fehlen beim 96-Trainingsauftakt mit vier Neuen. Das Team von Trainer André Breitenreiter nimmt die Vorbereitung auf - und wartet noch auf ein paar Spieler. Die Profis von Erstligarückkehrer Hannover 96 sind die Ersten. (Sport, 26.06.2017 - 18:06) weiterlesen...

Fußball-Bundesligist HSV verpflichtet U21-Torhüter Pollersbeck. Hamburg  - Fußball-Bundesligist Hamburger SV hat U21- Nationaltorhüter Julian Pollersbeck vom 1. FC Kaiserslautern verpflichtet. Der 22-Jährige erhalte bei den Hanseaten einen Vierjahresvertrag, teilte der Club mit. Pollersbeck weilt gerade mit der U21-Auswahl bei der Europameisterschaft in Polen und bestreitet mit dem deutschen Nachwuchs das Halbfinale gegen England. Bereits gestern hatte der HSV den Vertrag mit Stürmer Bobby Wood bis ins Jahr 2021 verlängert. Fußball-Bundesligist HSV verpflichtet U21-Torhüter Pollersbeck (Politik, 25.06.2017 - 20:08) weiterlesen...

Leverkusen-Leihspieler Papadopoulos verkündet Vertrag beim HSV. Der 25 Jahre alte griechische Nationalspieler schrieb, dass er die «nächsten drei Jahre beim HSV» sein werde. Für die vergangenen sechs Monaten war der Innenverteidiger von Bayer Leverkusen lediglich ausgeliehen worden. Der HSV hat die Verpflichtung bislang nicht bestätigt. Für die Norddeutschen hat Papadopoulos in dieser Saison 17 Spiele absolviert und dabei zwei Tore erzielt. Hamburg - Abwehrspieler Kyriakos Papadopoulos hat seine Verpflichtung beim Fußball-Bundesligisten Hamburger SV verkündet. (Politik, 24.06.2017 - 00:26) weiterlesen...

Keeper ist ablösefrei - Mainz landet Coup: Ex-Nationaltorwart Adler kommt. Die Rheinhessen verpflichten Ex-Nationaltorwart Adler für zwei Jahre. Er kommt ablösefrei vom Hamburger SV. Nach einer schwierigen Saison und dem anschließenden Trainerwechsel hat der FSV Mainz 05 eine weitere wichtige Personalie geklärt. (Sport, 22.06.2017 - 18:10) weiterlesen...

Keeper ist ablösefrei - FSV Mainz 05 verpflichtet Ex-Nationaltorwart Adler. Der 32-Jährige absolvierte am Donnerstag erfolgreich einen Medizincheck und unterschrieb anschließend bei den Rheinhessen einen Zweijahresvertrag bis zum Sommer 2019. Mainz - Fußball-Bundesligist FSV Mainz 05 hat den ehemaligen Nationaltorhüter René Adler verpflichtet. (Sport, 22.06.2017 - 17:58) weiterlesen...

Nach vier Monaten Pause - Weltmeister Götze im Juli vor Rückkehr ins BVB-Training Dortmund - Fußball-Weltmeister Mario Götze könnte schon in wenigen Wochen die Saisonvorbereitung mit seinen Kollegen von Borussia Dortmund aufnehmen. (Sport, 22.06.2017 - 11:18) weiterlesen...