Frankfurt/Main (dapd-hes). Auf den ersten drei Plätzen landeten Sport (34 Prozent) und Aktivitäten mit Freunden (29 Prozent) sowie mit der Familie (12 Prozent). Sogar Schule schnitt mit 6 Prozent besser ab als der PC.
Die Ergebnisse gehen auf das sogenannte LBS-Kinderbarometer zurück. Die Umfrage stammt vom Institut für Sozialforschung Prosoz im Auftrag der Bausparkasse. Deutschlandweit wurden im Winter 2010/2011 mehr als 10.000 Kinder zwischen 9 und 14 Jahren befragt. In Hessen beteiligten sich 731 Mädchen und Jungen.
Beim Blick in die Zukunft bereitet ihnen vor allem Beruf und Geld Sorge. So fürchtet jeder dritte Befragte, als Erwachsener arbeitslos oder arm zu sein, vielleicht sogar obdachlos zu werden. 'Die Kinder erfahren teilweise hautnah, zum Beispiel bei ihren Eltern, was es heißt, Geldsorgen zu haben oder arbeitslos zu sein', sagte die Vorsitzende des hessischen Kinderschutzbundes, Verone Schöninger. Umso wichtiger sei es, ihnen ein stabiles soziales Umfeld zu bieten.
Die Familie hat der Untersuchung zufolge den höchsten Einfluss auf das allgemeine Wohlbefinden von Kindern. Hinzu kämen Schule, Freundeskreis und Wohnumgebung. Laut Studie fühlen sich 73 Prozent der Kinder in ihrer Familie 'gut' bis 'sehr gut', 9 Prozent dagegen unwohl. Mehr Zeit zum Spielen mit ihrem Vater wünschen sich 39 Prozent der befragten Mädchen und Jungen. Mehr als die Hälfte sind mit der geschenkten Aufmerksamkeit zufrieden.
Die Ergebnisse zeigten, dass Väter und Mütter gleichermaßen an der Kindererziehung beteiligt sein sollten, sagte der Geschäftsführer der 'hessenstiftung - familie hat zukunft', Ulrich Kuther. Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) sagte, die 'familiengerechte Abstimmung verschiedener Zeitstrukturen ist die größte Herausforderung bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Mütter und Väter und ihre Kinder'.
Eigenen Nachwuchs wünschen sich zwei Drittel der in Hessen befragten Jungen und Mädchen. 31 Prozent sind in dieser Frage noch unsicher. Drei Prozent möchten später nicht Eltern werden.
dapd


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