Spielsucht-Experten fordern bessere Aufklärung über Lotto-Chancen: Die Landesfachstelle Glücksspiel NRW fordert mehr Aufklärung über die schlechten Gewinnchancen beim Lottospiel. «Trotz Hinweisen wissen viele Menschen nicht, dass sie ihre Gewinnaussichten nicht wesentlich erhöhen, wenn sie mehrere Lottoscheine ausfüllen», sagte Birgit Ottensmeier von der Landesfachstelle Glücksspiel NRW der Nachrichtenagentur ddp in Herford.
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Darauf hinzuweisen, sei besonders wichtig, wenn der Jackpot wie derzeit mit 21 Millionen Euro extrem hoch gefüllt sei. Denn dann tippten viele Menschen mit, die sonst kein Lotto spielten.

Lottospielen könne sich nämlich zu einem Problem, sogar einer Sucht entwickeln, warnte Ottensmeier. «Nicht wenige Menschen investieren mehr in die Tippscheine, als ihre Haushaltskasse hergibt», sagte sie. Schätzungen zufolge seien bundesweit 15 000 Menschen lottosüchtig. «Wer nicht ins Kino geht, damit er Tippscheine ausfüllen kann, hat ein Problem», sagt die Expertin. Sie kenne sogar eine ältere Frau, die beim Essen spare, damit sie mit ihrer knappen Rente Lotto spielen könne. In Einzelfällen verschwendeten Glückspielsüchtige mehrere Tausend Euro pro Ziehung. Auffallend sei, dass gerade Menschen mit einem schmaleren Geldbeutel zum übertriebenen Lottotippen neigten, weil sie hofften, ihre finanzielle Situation verbessern zu können.

ddp