SPD und Grüne kritisieren Entwurf zur Änderung des Schulgesetzes: Wagner: Eine «zutiefst unliberale Benachteiligung» der Integrierten Gesamtschulen
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Wiesbaden (ddp-hes). Der Gesetzentwurf von CDU und FDP zur Änderung des Schulgesetzes hat bei der Opposition Kritik hervorgerufen. Die Grünen-Fraktion bemängelte am Dienstag in Wiesbaden, dass damit die Rahmenbedingungen für die Integrierten Gesamtschulen verschlechtert würden. Der Entwurf sieht den Angaben zufolge vor, dass für Neugründungen künftig mindestens drei Parallelklassen pro Jahrgangsstufe notwendig sind, bislang reichten zwei.

Das Gesetz sei eine «zutiefst unliberale Benachteiligung» der Integrierten Gesamtschulen, betonte Grünen-Bildungsexperte Mathias Wagner. Statt die Entscheidung den Schulgemeinden vor Ort zu überlassen, würden neue Hürden zentral von Wiesbaden aus verordnet. Gerade im ländlichen Räumen wären seinen Angaben zufolge kleine Integrierte Gesamtschulen mit zwei Klassen pro Jahrgang eine «große Chance», angesichts des demografischen Wandels ein wohnortnahes Schulangebot zu erhalten.

Auch die SPD-Fraktion hob hervor, dass sie eine Änderung des Schulgesetzes ablehne, die die Neugründung Integrierter Gesamtschulen erschweren solle. Erst im vergangenen Jahr habe die Mehrheit des Landtags das Schulgesetz in diesem Punkt geändert. Die Gesamtschulverbände hätten in der damaligen Anhörung bestätigt, dass eine Integrierte Gesamtschule mit zwei Klassen pro Jahrgang «pädagogisch und organisatorisch sinnvoll arbeiten» könne.

(ddp)