Schick habe die Gelegenheit verstreichen lassen, die Kultuspolitik des Landes »mit eigenen Positionen zu befruchten«. An den «Inhalten und Baustellen» habe sich kaum etwas geändert.
Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) habe »lediglich aus Marketinggründen« auf Schick zurückgegriffen, »um die Kommunikation der Landesregierung bei diesem Thema zu verbessern«.
Schicks Grundansatz, einen Dialog offen zu führen, beschränkte sich in Wirklichkeit darauf, kritische Ansätze der Eltern und Schulträger »abzubügeln«. Schick »will keinen konstruktiven Dialog auf Augenhöhe mit allen Beteiligten, sondern sie betreibt Einbahnstraßen-Kommunikation». Sie lasse bei grundlegenden Bildungsthemen wie längerem gemeinsamem Lernen, Ganztagsschule, verbindliche Grundschulempfehlung und achtjährigem Gymnasium keinerlei Bewegung erkennen.
Die Ministerin führe die Linie ihres Vorgängers fort, obwohl dadurch das größte Problem der Bildungspolitik, die Abhängigkeit der Bildungserfolge von den sozialen Hintergründen der Schüler, gerade in Baden-Württemberg zementiert werde. Völlig unflexibel zeige sich Schick etwa bei der Genehmigung neuer Konzepte für die Werkrealschule; zudem sei ihre Haltung zur Schulsozialarbeit «rückständig».
ddp


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