SPD attackiert CSU in Zuwanderungsdebatte: Die bayerische SPD-Generalsekretärin Natascha Kohnen wirft der CSU in der Zuwanderungs-Debatte schwerwiegende Fehler vor. Kohnen sagte der Nachrichtenagentur dapd, das von der CSU gewollte Betreuungsgeld verwehre 'genau denjenigen eine frühe Förderung, die darauf ganz besonders angewiesen sind'.
Vergrößern SPD attackiert CSU in Zuwanderungsdebatte | Bild: © dapd

München (dapd-bay). Sie fügte hinzu: 'So sieht wohl Integrationsförderung à la CSU aus - die Kinder mit Migrationshintergrund von der Sprachförderung fernhalten, indem sie die Eltern vor die falsche Wahl stellt.'

CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt hatte am Mittwoch Forderungen aus der Wirtschaft nach einer deutlich stärkeren Zuwanderung von ausländischen Fachkräften zurückgewiesen. Er mahnte, bei drei Millionen Jobsuchenden sei eine Qualifizierungsoffensive notwendig - und keine Zuwanderungsoffensive.

Kohnen entgegnete: 'Wer danach schreit, dass die Jugendlichen in unserem Land besser ausgebildet werden müssen, der muss auch die Grundlagen dafür schaffen - nämlich die Möglichkeit, die deutsche Sprache zu lernen.' Mit der Forderung nach einer 'Herdprämie' mache die CSU aber 'das Gegenteil attraktiv'. Die SPD-Politikerin mahnte, Qualifizierung fange bei frühkindlicher Bildung an.

dapd