Konjunktur, Regierungen

CAMP DAVID/CHICAGO - Im Kampf gegen hohe Ölpreise halten sich die G8-Staaten eine Freigabe strategischer Ölreserven offen.

19.05.2012 - 20:04:40

Obama setzt sich bei G8-Gipfel mit Vorstoß zu Ölreserven durch. Die Länder seien bereits, notfalls die Internationale Energieagentur IEA einzuschalten, um die Versorgung der Märkte zu gewährleisten. Das teilten die G8-Staaten am Samstag in einer Erklärung in Camp David mit.

Auf die Erklärung habe vor allem US-Präsident Barack Obama gedrungen, berichteten Diplomaten am Rande des Gipfels. Der US-Präsident sei besorgt, dass ihm hohe Ölpreise die Wiederwahl im November verhageln könnten. Die Europäer sind nach früheren Angaben von EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso offen für den Vorstoß.

In der Erklärung der G8 hieß es: "Wir überwachen die Entwicklung genau und sind bereit, die Internationale Energieagentur anzurufen, geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um eine rechtzeitige und vollständige Versorgung der Märkte sicherzustellen." Die G8 sprachen von einer drohenden Unterbrechung der Ölversorgung und einer steigenden Nachfrage in den kommenden Monaten.

Bereits im März hatte es Gerüchte um die mögliche Freigabe strategischer Ölreserven gegeben. Die IEA hatte damals reagiert und erklärt, keine koordinierte Freigabe zu planen, um auf die hohen Ölpreise zu reagieren. Falls Reserven freigegeben werden, kommt mehr Öl auf den Markt, und die Preise sinken.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Obama gegen Aufhebung der Russland-Sanktionen. Zwei Tage vor der Amtsübernahme Donald Trumps sagte Obama am Mittwoch, dafür sehe er die Bedingungen etwa in der Ukraine nicht erfüllt. WASHINGTON - US-Präsident Barack Obama hat sich gegen eine Aufhebung der Sanktionen gegen Russland ausgesprochen. (Wirtschaft, 18.01.2017 - 21:01) weiterlesen...

WDH: Britisches Gericht urteilt am 24. Januar zum Brexit-Streit (Grammatikfehler im zweiten Satz beseitigt.) (Wirtschaft, 18.01.2017 - 19:04) weiterlesen...

Italiens Krisenbank: Staat wird 70 Prozent an Monte dei Paschi halten. Der Staat müsse am Ende insgesamt etwa 6 Milliarden Euro in die Bank investieren, sagte MPS-Vorstand Alessandro Falciai am Mittwoch bei einer Anhörung im Senat in Rom. 2 Milliarden Euro würden durch institutionelle Anleger beigesteuert. Die Europäische Zentralbank hatte bei der Bank, die unter Bergen fauler Kredite ächzt, einen Kapitalbedarf in Höhe von 8,8 Milliarden Euro errechnet. ROM - Im Falle einer Intervention bei der angeschlagenen italienischen Bank Monte dei Paschi di Siena (MPS) wird der Staat rund 70 Prozent an dem Kreditinstitut halten. (Wirtschaft, 18.01.2017 - 18:15) weiterlesen...

Juncker: Wir werden mit Trump zurechtkommen. "Ich bin über die Wahl von Donald Trump nicht hellauf begeistert. Aber wir werden mit ihm zurechtkommen", sagte Juncker in der "Münchner Runde" im BR Fernsehen (Ausstrahlung, Mittwoch, 20.15 Uhr). BERLIN - EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat sich zurückhaltend zur Zusammenarbeit mit dem gewählten US-Präsidenten Donald Trump geäußert. (Wirtschaft, 18.01.2017 - 17:42) weiterlesen...

Estland will während EU-Ratsvorsitz Einheit der EU bewahren. Zu den Hauptzielen werde gehören, die Einheit der Europäischen Union zu bewahren und dessen Fähigkeit zur Entscheidungsfindung voranzubringen, sagte Regierungschef Jüri Ratas der Agentur BNS zufolge am Mittwoch im Parlament in Tallinn. TALLINN - Estland will sich während seines ersten EU-Ratsvorsitzes im zweiten Halbjahr 2017 um ein geeintes Europa bemühen. (Wirtschaft, 18.01.2017 - 17:40) weiterlesen...

Tusk: London hat endlich Unteilbarkeit des EU-Binnenmarkts akzeptiert. "Das beweist die gestrige Rede von Premierministerin (Theresa) May", sagte Tusk am Mittwoch vor dem Europaparlament in Straßburg. STRASSBURG - Großbritannien hat nach Ansicht von EU-Ratspräsident Donald Tusk die Unteilbarkeit des europäischen Binnenmarktes endlich akzeptiert. (Wirtschaft, 18.01.2017 - 16:39) weiterlesen...