Die saarländische Linke muss sich am Sonntag in Merzig zu ihrem Parteitag ohne Lafontaine treffen. Linsler selbst will am Sonntag erneut für den Parteivorsitz kandidieren.
Lafontaine habe angekündigt, dass er nach der Genesungszeit in aller Ruhe entscheiden werde, «wie er sich dann politisch engagiert und wo er sich politisch engagiert, ob mehr auf Bundesebene, oder mehr auf Landesebene», betonte Linsler. Jetzt gelte es zunächst, abzuwarten, wie die Krankheit verlaufe. Er sei «zuversichtlich, dass Lafontaine noch mal so zurückkehrt, wie wir ihn kennen», sagte der Landesparteichef.
Linsler verwies darauf, dass Lafontaine als Parteivorsitzender «wohl auch noch mal kandidieren wird im Mai nächsten Jahres, wenn er alles gut übersteht». Für den Fall habe Lafontaine nicht ausgeschlossen, «dass er beide Ämter eine Zeit lang macht, und sich dann entscheiden will», für welches Amt. «Das ist seine persönliche Entscheidung und das ist auch richtig so», unterstrich Linsler.
Kein Verständnis äußerte er dafür, dass nach Bekannt werden der Krankheit Lafontaines eine Nachfolgediskussion entbrannt ist. «Das waren einzelne Personen, und die das gemacht haben, waren immer schon so voreilig gewesen. Das war in meinen Augen nicht angemessen», betonte Linsler.
Saarbrücken/Merzig (ddp-rps)


























