Mertes hatte Berichte über sexuelle Übergriffe zweier Patres am Canisius-Kolleg in den 70er- und 80er-Jahren öffentlich gemacht, als er im Januar in einem Brief ehemalige Schüler der betroffenen Jahrgänge um Entschuldigung bat und dazu aufrief, «das Schweigen zu brechen».

Wie Mertes sieht auch die Berliner Anwältin Manuela Groll, die mehrere Opfer vertritt, die Dimension des Falles wachsen. «Jeden Tag melden sich bei mir weitere Betroffene», sagte sie der Zeitung. «Ich gehe längst von einer dreistelligen Opferzahl aus.»

ddp/arh