Mit Blick auf das vergangene Jahr 2009 lässt sich eine eindeutige Bilanz ziehen: Der Silberminenindex SIX, welcher vom Brancheninformationsdienst silberinfo im Jahr 2006 lanciert wurde und die Entwicklung ungehedgter Bergbaugesellschaften aus dem Silbersektor abbildet, legte 2009 mit Abstand die beste Performance hin. Am 31.Dezember 2009 ging dieser mit 89,88 Indexpunkten aus dem Handel und verbuchte damit einen Zuwachs von 126,92 Prozent im Jahresverlauf. Den amerikanischen Goldminenindex HUI, der sich am letzten Handelstag mit 429,91 Punkten und einem Gewinn von 42,16% verabschiedete, konnte der SIX klar outperformen.

Auch wenn seit der weltweiten Finanzkrise das Interesse an den Edelmetallen seitens der Investoren deutlich gestiegen ist, haben vergleichsweise wenige Anleger auf die Weißmetalle gesetzt. Vor allem Gold stand bei den institutionellen Investoren als krisen- und inflationssichere Anlage hoch im Kurs. Dies machte sich auch in einem deutlich steigenden Goldpreis bemerkbar, der am 3. Dezember mit 1218,25 US-Dollar je Unze auf ein neues Allzeithoch schnellte. Gleichzeitig standen die Regierungen und Zentralbanken dieser Welt erstmals seit zwei Jahrzehnten netto wieder auf der Käuferseite.

Gold, welches seit Anfang des Jahres eine deutlich erhöhte Aufmerksamkeit in den Medien genoss, startete mit einem Unzenpreis von 865,00 US-Dollar in das Jahr 2009 und konnte mit einem Schlusskurs von 1104,00 US-Dollar die Feinunze über die letzten zwölf Monate um beachtliche 27,63 Prozent ansteigen.

Wer jedoch in Weißmetalle investiert hatte, konnte 2009 mit seinen Anlagen ein noch wesentlich besseres Ergebnis erzielen. Palladium, oftmals bezeichnet als das „vergessene Metall“, setzte 2009 zu einem regelrechten Höhenflug an und stieg in den vergangenen zwölf Monaten von 183,00 US-Dollar auf 393,00 US-Dollar die Feinunze im London Fixing. Dies entspricht einer Steigerung um gigantische 114,75 Prozent.

Ebenfalls deutlich bessere Renditen konnten mit Platin erzielt werden. Der „schwere Bruder“ von Palladium gewann 2009 insgesamt 62,64 Prozent hinzu und notierte am Jahresende mit 1461,00 US-Dollar je Feinunze 562,70 US-Dollar höher als noch zu Jahresbeginn.

Während Palladium und Platin als Anlage noch ein Schattendasein fristen, wuchs das Interesse an Silber als Anlageklasse 2009 enorm an. So konnte unter anderem die Nachfrage nach Bullionmünzen neu Rekordstände erreichen. Der American Silver Eagle der US-Mint wurde rund 29 Millionen Mal verkauft und konnte damit seine Rolle als „beliebteste Anlagemünze der Welt“ weiter ausbauen. Auch die Einlagen der weltweiten Silber-ETFs stiegen 2009 um 47,90 Prozent auf insgesamt 392 Millionen Unzen an. Anfang des Jahres befanden sich noch 265 Millionen Unzen in den Tresoren der Silber-ETFs. Dieses verstärkte Interesse der Anleger konnte der deutlich eingebrochenen industriellen Nachfrage entgegenwirken und kann die positive Entwicklung des Silberpreises erklären. Silber notierte mit 16,99 US-Dollar je Feinunze am 31. Dezember 2009 deutliche 57,46 Prozent über den Kurs von 10,79 US-Dollar, mit dem das weiße Metall das Jahr begonnen hatte.

„Wir empfehlen schon seit Jahren ein langfristiges Engagement am Silbermarkt. Besonders freut uns, dass sich unsere Leser und Kunden dieses Jahr auf so satten Gewinnen ausruhen können.“, kommentierte Joachim Schwarze von silberinfo. Im Vergleich dazu sei mit DAX-Werten verhältnismäßig wenig Gewinn zu erzielen gewesen. Auch wenn die psychologisch wichtige Marke von 6000 Punkten nicht ins neue Jahr gerettet werden konnte, schlug der Deutsche Aktienindex mit einem Anstieg von 23,85 Prozent auf 5957,43 Punkte den großen amerikanischen Bruder Dow Jones. Dieser notierte zuletzt bei 10428,05 Zählern und legte 2009 mit 21,6 Prozent ungleich weniger zu.

Für das kommende Jahr gehen die Experten von silberinfo von einer Fortsetzung des Aufwärtstrends bei den Weißmetallen aus. Auch 2010 werden Investoren mit den Edelmetallen Palladium, Platin und Silber die besseren Renditen erzielen können. Die Erholung der Weltwirtschaftslage wird sich auf der Nachfrage-Seite nachhaltig positiv auswirken können und eine solide Grundlage für die Gewinne der Minengesellschaften schaffen. Gleichzeitig ist nicht mit einem deutlichen Rückgang der Investitionsnachfrage zu rechnen. Auch 2010 werden Bullionmünzen oder börsengehandelte Alternativen wie die physisch hinterlegten Silber-ETFs gefragt sein, wenngleich die Rekordnachfrage des ersten Quartals 2009 wahrscheinlich unerreicht bleiben wird. Kleinanlegern sei insbesondere eine langfristige physische Anlage empfohlen, so wie sie von silberinfo auf www.silberling.de angeboten wird. (04.01.2010 si/ns/as/tw))