Die Gewerkschaft sprach von rund 500 Teilnehmern bei der Protestaktion. Neben Siemens EDM ging es dabei auch um die ehemalige Siemens-Tochter mdexx. Bei dem Bremer Transformatoren-Hersteller waren zuvor Verhandlungen über einen Sozialplan gescheitert, nach Gewerkschaftsangaben sollen fast 200 der rund 480 Beschäftigten gehen. Siemens hatte das Unternehmen im Januar an einen internationalen Investor verkauft. Dieser will nun Teile des Unternehmens nach Tschechien verlagern.
Zu der Betriebsrätekonferenz war auch Siemens-Personalvorstand Siegfried Russwurm angereist. Er habe sich bei der Veranstaltung den Fragen der Beschäftigten gestellt, mit denen es einen "konstruktiven Dialog" gebe, sagte ein Siemens-Sprecher. Weitere Einzelheiten zu der Konferenz wurden zunächst nicht bekannt.
10.000 WEITERE STELLEN ZUR DISPOSITION?
Die Siemens-Konzernbetriebsratsvorsitzende Bettina Haller kritisierte bei der Kundgebung, in vielen Fällen seien Maßnahmen, die zu Arbeitsplatzabbau und -verlagerungen geführt hätten, "betriebswirtschaftlich nicht nachzuvollziehen". Die Arbeitnehmervertreter hatten erst kürzlich Befürchtungen vor einem weitreichenden Stellenabbau bei Siemens geäußert. Schätzungen von Analysten, wonach möglicherweise noch einmal weltweit 10.000 Stellen zur Disposition stehen, könnten sich als "gar nicht so abwegig" herausstellen, sagte Gesamtbetriebsratsvize Birgit Steinborn in einem Interview.
Das Unternehmen war solchen Spekulationen wiederholt entgegengetreten. So hatte Konzernchef Peter Löscher erklärt, man werde zwar in der Krise Stellen streichen müssen in einigen Sparten und an einigen Standorten, doch sei kein weiteres konzernweites Programm geplant.
HANNOVER/MÜNCHEN (dpa-AFX)




























