Das teilte Novartis am Donnerstag in Basel mit. Celtura wird in Marburg produziert, ein zweites Werk wird in den USA aufgebaut.
Celtura enthält den Wirkstoffverstärker MF59. Die am häufigsten genannten Nebenwirkungen seien lokale Beschwerden an der Einstichstelle (Rötung, Schwellung und Schmerzen) sowie sogenannte systemische Beschwerden wie leichtes Fieber, Kopfschmerzen und Müdigkeit. Er ist für Menschen ab einem Alter von sechs Monaten zugelassen.
Neu an Celtura ist die Herstellungsmethode mittels Zellkulturen statt wie üblich in Hühnereiern. So kann er auch von Menschen genutzt werden, die gegen Hühnereiweiß allergisch sind. Diese Methode ist laut Novartis in Europa bereits für den Impfstoff Optaflu gegen die saisonale Grippe zuglassen. Sie erlaube bei Bedarf rasch mehr zu produzieren. Anfangs war die Ausbeute indes geringer als erwartet.
Unterdessen gibt es in Niedersachsen große Probleme mit dem Nachschub des Impfstoffes gegen die Schweinegrippe. Viele Patienten, die sich impfen lassen wollen, müssten bei den zuständigen Arztpraxen auf Wartelisten gesetzt werden, sagte Uwe Köster von der Kassenärztlichen Vereinigung (KVN) am Donnerstag in Hannover. «Diese Menschen werden telefonisch informiert, wenn sie an der Reihe sind. Das kann auch mehrere Wochen dauern.»
Innerhalb weniger Tage habe sich die Einstellung zur Impfung gegen die Schweinegrippe komplett gedreht. Waren zuvor viele Menschen noch wegen der Nebenwirkungen skeptisch, gebe es jetzt einen regelrechten «Run» auf die Praxen.
In Deutschland sind bislang neun Todesfälle im Zusammenhang mit der Schweinegrippe bekanntgeworden.
Basel (dpa)
























