Dadurch werde eine «schädliche soziale Auslese» in Kauf genommen und der Zusammenhang zwischen Schulerfolg und sozialer Herkunft weiter festgeschrieben. Durch die Reform sollen alle Haupt- und Realschulen im Land bis zum Schuljahr 2013/2014 in «Realschulen plus» umgewandelt werden.
Die Initiative von Lehrern, Eltern und anderen Mitarbeitern im Bildungsbereich fordert die Einführung einer einheitlichen Schule bis zur 10. Klasse. «Ziel ist eine ganzheitliche Bildung und individuelle Förderung», erläuterte Bechberger-Derscheidt. Ihrem Konzept «Eine Schule für Alle» zufolge sollen alle Kinder einer Wohngegend ganztags eine gemeinsame schulische Bildung und Erziehung erhalten.
Behinderte Kinder sollen nach Ansicht des vor rund einem Jahr gegründeten Vereins grundsätzlich gemeinsam mit nichtbehinderten unterrichtet werden. Eine dreijährige Eingangsstufe solle ihnen das Erreichen der notwendigen Kompetenzen ermöglichen. Im Vordergrund stehe dabei das Lernen ohne Sitzenbleiben und mit Kompetenzberichten statt Noten.
«Eine heterogene Schule erfordert ebenso ein heterogenes Lehrerkollegium», sagte Bechberger-Derscheidt. Deswegen sollte es an Schulen Kooperationen mit Psychologen, Medizinern sowie Handwerkern und Künstlern geben, um eine «größere Vielfalt der Ausbildung» zu gewährleisten.
Mainz (ddp-rps)


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