Die Steuererhöhungen sind Teil eines umfassenden Sparpakets für den irischen Haushalt 2012. Im ersten Sparhaushalt seiner im März angetretenen Mitte-Links-Koalition will Regierungschef Enda Kenny im kommenden Jahr 3,8 Milliarden Euro einsparen. 2,2 Milliarden Euro entfallen auf Einschnitte bei den Staatsausgaben, darunter 700 Millionen Euro in den Bereichen Soziales, Gesundheit und Bildung und eine Milliarde im Öffentlichen Dienst.
Irland stand im November 2010 wegen seines maroden Bankensystems vor der Staatspleite und wurde mit einem Hilfspaket in Höhe von 85 Milliarden Euro von EU und Internationalem Währungsfonds (IWF) gerettet. Der frühere "keltische Tiger" erhielt als erstes Land Hilfen aus dem Rettungsschirm EFSF. Die strengen Auflagen hält das Land auch ein. Seit 2008 wurden die Staatsausgaben bereits um 20 Milliarden Euro eingedampft.
Bis 2015 will Dublin sein Defizit wieder unter die erlaubte Obergrenze von drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts drücken. Bis dahin müssen insgesamt 12,4 Milliarden Euro eingespart werden.


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