Neben Schünemann waren zuvor drei weitere Amtskollegen für die Wahl nominiert worden: Lorenz Caffier (CDU) aus Mecklenburg-Vorpommern, der nordrhein-westfälische Innenminister Ingo Wolf (FDP) sowie Bayerns Ressortchef Joachim Herrmann (CSU). Letzterer belegte mit drei Stimmen Rückstand nur knapp den zweiten Platz hinter Schünemann.

Die Minister wurden nach verschiedenen Kriterien ausgewählt worden, hieß es. Darunter fallen etwa die Anzahl der Abschiebungen in den jeweiligen Ländern sowie die Lebenssituation von Flüchtlingen.

Die 2005 gegründete Jugendorganisation vergibt den Titel einmal pro Jahr parallel zur Innenministerkonferenz. Mit der Wahl soll auf die schwierige Situation von Flüchtlingen in Deutschland aufmerksam gemacht werden. Erstmals wurde der «Preis» 2006 an den damaligen bayerischen Innenminister Günther Beckstein (CSU) vergeben. 2007 fiel die Wahl ebenfalls auf Schünemann. Im vergangenen Jahr wurde der Hamburger Innensenator Christoph Ahlhaus (CDU) zum «Abschiebeminister» gewählt.

ddp/jsp/wsd