Berlin (ddp-bln). Schüler und Studenten wollen am Mittwoch (17. Juni) mit einer Demonstration gegen Missstände im Bildungssystem protestieren. Auftakt ist um 11.00 Uhr am Roten Rathaus in Berlin-Mitte, teilten die Veranstalter mit. Die Route führt die Demonstranten über den Hackeschen Markt, den Rosenthaler Platz, die Torstraße und die Friedrichstraße bis zum Bebelplatz Unter den Linden, wo eine Kundgebung geplant ist. Die Veranstalter rechnen mit rund 10 000 Teilnehmern. Bei weiteren Demonstrationen in ganz Deutschland werden insgesamt 150 000 Menschen erwartet.

Die Protestzüge sind Teil einer bundesweiten Streikwoche, in der zahlreiche Aktionen in über 100 Städten stattfinden. Schüler und Studenten wollen nach eigenen Angaben gemeinsam mit anderen gesellschaftlichen Gruppen auf schlechte Bedingungen und strukturelle Probleme des deutschen Bildungssystems aufmerksam machen. Mit den Mitteln für die Bildung aus dem Konjunkturpaket II werde den Betroffenen nicht geholfen, da die Gelder beispielsweise in bauliche Sanierungsmaßnahmen, in Elite-Unis oder außeruniversitäre Forschung fließen, lautet ein zentraler Kritikpunkt.

Mehr als 70 lokale Bündnisse und 230 Organisationen und Gewerkschaften unterstützen die Aktionen. Neben Schülern und Studenten beteiligen sich auch Auszubildende und Lehrkräfte an dem Bildungsstreik. Am Donnerstag (18. Juni) ist ein symbolischer Banküberfall geplant, der Kritik an der Milliardenrettung der Banken durch den Staat zum Ausdruck bringen soll. Am Freitag (19. Juni) wollen die Streikinitiatoren der an dem Tag in Berlin tagenden Kultusministerkonferenz ihre Forderungen präsentieren.

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