Hannover (ddp-nrd). Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) wirft Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) vor, eine mögliche Lösung für das marode Atomlager Asse durch immer neue Gutachten zu hintertreiben. «Ich habe den Eindruck, dass Gabriel partout keine Entscheidung vor der Bundestagswahl im September treffen will und die Asse-Problematik dazu nutzt, seinen Widerstand gegen das Atomlager Gorleben zu untermauern», sagte Sander der «Hannoverschen Allgemeinen Zeitung» (Freitagausgabe).

Gabriel politisiere die offenkundigen Versäumnisse in der Schachtanlage Asse in einer «verantwortungslosen» Art und Weise und vergrößere so die Verunsicherung in der Bevölkerung. «Vor gut einem halben Jahr haben wir, das Landesumweltministerium und das Bundesumweltministerium, uns auf ein gemeinsames Vorgehen geeinigt. In einem Statusbericht haben wir alles offengelegt, was sich in der Asse befindet - und die Zahlen haben sich seitdem auch nicht verändert», sagte Sander.

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