"Wir müssen eine Front bilden, die den Verbleib unseres Landes in der Eurozone sichert", sagte Samaras im griechischen Fernsehen. Die von den Linksradikalen geforderte einseitige Annullierung des Sparprogramms werde zur Katastrophe führen, warnte der Politiker. Noch an diesem Mittwoch wollte der Chef des Linksbündnisses Syriza, Alexis Tsipras, in einem Brief an die EU-Kommission und die EZB das Sparprogramm für unwirksam erklären. "Die Entscheidung der Wähler zeigt klar, dass alle Absprachen der alten Regierung zum Rettungsprogramm und alle zugesagten Garantien nichtig sind", sagte Tsipras. Indessen bezeichnete Bundesaußenminister Guido Westerwelle die Lage in dem Land nach der Wahl als bedenklich. Was er in den letzten Stunden von einigen Politikern aus Griechenland hören musste, sei sehr besorgniserregend, sagte Westerwelle beim "Europaforum" des Westdeutschen Rundfunks in Brüssel. Noch bis Freitagmittag hat das Linksbündnis für die Bildung einer neuen Regierung Zeit. Sollte es bis dahin keine Einigung geben, so muss die sozialdemokratische Pasok-Partei einen weiteren Versuch unternehmen. Sie war bei der Parlamentswahl drittstärkste Kraft.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH