Saar-SPD spricht sich gegen Schließungen von Kliniken aus: Die Saar-SPD fordert den Erhalt einer flächendeckenden Krankhausversorgung. Auch unter dem Kostendruck im Gesundheitswesen müsse die Landesregierung für die «bestmögliche Versorgung im Land» Sorge tragen, sagte Fraktionsvize Cornelia Hoffmann-Bethscheider am Freitag in Saarbrücken. Dies bedeute, «das zu erhalten, was es hier gibt».
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Die SPD-Politikerin warf Gesundheitsminister Georg Weisweiler (FDP) vor, «schon irgendwelche Schließungsdebatten zu führen», noch bevor konkrete Zahlen auf dem Tisch lägen. Sie verwies darauf, dass die Landesregierung selbst die Vorlage eines Fachgutachtens erst für Ende August angekündigt habe.

Hoffmann-Bethscheider räumte ein, dass es im Saarland mehr Krankenhausbetten im Verhältnis zur Einwohnerzahl gebe als im Bundesdurchschnitt. Dem stehe jedoch gegenüber, dass es im Saarland bei verschiedenen Krankheitsbildern deutlich höhere Zahlen gebe als im Bundesdurchschnitt. Deshalb dürfe bei den Planungen «letztendlich nicht der Spardruck» im Mittelpunkt stehen, sondern, «was gut für den Patienten ist». Dabei sei ihre Partei durchaus bereit, darüber zu reden, was effizienter gestaltet werden könne.

Zugleich erneuerte Hoffmann-Bethscheider die Forderung nach einem bundesweiten Präventionsgesetz. Es sei schließlich «die beste Sparmaßnahme», wenn die Menschen erst gar nicht krank würden.

ddp