Keine Frage, der ohnehin bescheiden lebende Buffett muss deshalb kein Butterbrot weniger essen. Und auch seine geliebten Steaks und seine Cola kann er sich noch leisten. Die Zahlen zeigen aber, wie flüchtig Reichtum in diesen turbulenten Zeiten sein kann. Das geschätzte Vermögen von Oracle-Chef und Lebemann Larry Ellison schrumpfte im gleichen Zeitraum von 39,5 auf 33 Milliarden Dollar; die Walmart-Erbin Christy Walton kam glimpflicher davon und büßte von 26,5 auf 24,5 Milliarden Dollar ein.
Die Milliardenverluste lassen sich leicht erklären: So hat Warren Buffett sein Vermögen nicht in bar auf der hohen Kante liegen, sondern es steckt in Aktien seiner Investmentholding Berkshire Hathaway
Buffett hat aber ohnehin nicht vor, seine Anteilsscheine zu Geld zu machen, insofern dürfte ihn sein "Verlust" kalt lassen. Ganz im Gegenteil: Er sorgte sogar mit der Forderung für Aufsehen, dass die Reichen in den USA doch mehr Steuern zahlen sollten. Seine eigene Steuerquote sei niedriger als die seiner Sekretärin, räumte er unverhohlen ein. US-Präsident Barack Obama ergriff die Gelegenheit und schlug sogleich eine "Buffett Tax" vor, eine Mindeststeuer für Leute mit einem jährlichen Einkommen von 1 Million Dollar und mehr.
Und sieh da, so schlimm scheint die Krise dann doch nicht zu sein. Bei einer Umfrage des US-Marktforschers Spectrem Group unter Amerikanern mit einem Vermögen von 1 Million Dollar und mehr haben sich 68 Prozent der Befragten für eine derartige Steuer ausgesprochen.
Längst nicht jeder Superreiche in den USA hat in der Krise gelitten, wie "Forbes" aufzeigt: So stieg das Vermögen von Buffett-Freund und Microsoft-Gründer Bill Gates von März bis September sogar noch an. Der reichste Amerikaner und zweitreichste Mensch der Welt nach dem mexikanischen Telekom-Tycoon Carlos Slim Helu verbesserte sich von 56 auf 59 Milliarden Dollar. Der Zuwachs kommt auch anderen zugute: Gates und ebenso Buffett haben ihr Vermögen dem guten Zweck versprochen./das/DP/z


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