Hannover (ddp-nrd). Die vermutlich ab Ende September anstehenden Massen-Impfungen der Bevölkerung gegen die Schweinegrippe sollten nach Ansicht der niedersächsischen Gesundheitsministerin Mechthild Ross-Luttmann (CDU) von den Hausärzten vorgenommen werden. Dieses Verfahren sei am schnellsten und unkompliziertesten, sagte Ross-Luttmann der Nachrichtenagentur ddp in Hannover.
Vorbild könnten die jährlichen Impfungen gegen das Influenza-Virus sein, die ebenfalls größtenteils bei den Hausärzten stattfänden. Ross-Luttmann regte die Einführung von täglichen «Extra-Impfsprechstunden» zur Schweinegrippe in den Arztpraxen an, etwa morgens von 8.00 bis 9.00 Uhr. Betriebsärzte und Ärzte im Öffentlichen Gesundheitsdienst könnten dann für bestimmte Gruppen möglicherweise noch ergänzend impfen.
Laut Bundesgesundheitsministerium werden die bereits bestellten 50 Millionen Dosen Impfstoff, die zunächst für rund 30 Prozent der Bevölkerung ausreichen werden, voraussichtlich ab Ende September oder Anfang Oktober bereitstehen. Geimpft werden sollen zunächst Risikogruppen, etwa chronisch kranke Menschen.
Ross-Luttmann will alle organisatorischen Fragen noch mit Vertretern des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) und der Ärztekammer Niedersachsen (ÄKN) beraten. «Ich bin sicher, dass wir eine sinnvolle und praktikable Lösung erreichen», sagte sie.
In Niedersachsen haben sich bislang 2154 Menschen mit dem Erreger H1N1 infiziert.
(grippeschutz.niedersachsen.de)
ddp/hap/kos

























