Der «Kampf des Herkules» steht im Mittelpunkt der neunten Auflage des Römerspektakels «Brot Spiele» am Wochenende in Trier. Für die neue Inszenierung mit mehr als 50 Darstellern im antiken Amphitheater der Stadt habe man zur Darstellung der neunköpfigen Hydra extra eine Theatermaschine nachgebaut, die sich an Vorbildern orientiere, wie sie im zweiten Jahrhundert im Kolosseum in Rom eingesetzt worden seien, sagte Organisator Ronald Frank am Mittwoch in einem ddp-Interview. Zudem kooperiere man in diesem Jahr erstmals mit dem Rheinischen Landesmuseum Trier.
«Wir können deshalb zum ersten Mal wissenschaftlich fundiert zeigen, wie etwa römische Lehmwände entstanden oder ein Sarkophag aus einem großen Stein geschlagen wurde», erläuterte Frank. Gleiches gelte für die Entstehung von antikem Feingeschirr und antiken Blasinstrumenten. Mit Booten auf dem Weiher der Kaiserthermen werde den Besuchern zudem ein Einblick in das römische Fischereiwesen geboten.
Natürlich gebe es auch die bereits bekannten Attraktionen aus den Vorjahren wie Mystische Nächte mit neuen Klang- und Lichtkompositionen, Gladiatorenkämpfe und römisches Feldlagerleben, sagte Frank. Eingebunden seien rund 250 Darsteller, darunter Gladiatoren vom Mailänder Institut «Ars Dimicandi» und etwa 150 Helfer.
Der Vorverkauf sei sehr gut gelaufen, betonte der Festivalchef. Er erwarte deshalb, dass die Zahl von knapp 22 000 Besuchern des Vorjahres noch gesteigert werden könne.
Für «Brot Spiele» stellte die Stadt Trier in diesem Jahr ein Budget von knapp 340 000 Euro bereit. Das Römerfest bleibe fester Bestandteil des Veranstaltungsprogramms und werde voraussichtlich noch ausgeweitet, sagte Frank. Es gebe schon ein Konzept für die Jahre 2011 bis 2015, wonach das Fest in den September verlegt und auf zwei Wochenenden ausgedehnt werden solle.
ddp


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