Rieger, der am vergangenen Donnerstag an den Folgen eines Schlaganfalls starb, hatte die Partei in der Vergangenheit immer wieder mit hohen Darlehen versorgt. Zudem soll der umtriebige Rechtsanwalt dem Bericht zufolge als Treuhänder Gelder von NPD-Gönnern verwaltet haben, die es vorzogen, anonym zu bleiben. Was aus den Darlehen werde, sei unklar. Ende vergangener Woche sei bei der Hanseatischen Rechtsanwaltskammer in Hamburg ein Antrag auf die Einsetzung eines Abwicklers für Riegers Kanzlei-Geschäfte eingegangen.
Die finanzielle Lücke, die Riegers Tod hinterlässt, ist laut «Spiegel» nicht das einzige Problem der Partei. Bereits im Mai dieses Jahres sei der langjährige NPD-Wirtschaftsprüfer Eberhard Müller verstorben, der über Jahre hinweg wesentliche Anteile an der parteinahen «Deutsche Stimme Verlags GmbH» als Treuhänder für Dritte gehalten habe.
Um die Kontrolle über das Unternehmen zu behalten, muss sich die NPD dem Bericht nach jetzt darum bemühen, diese Anteile den tatsächlichen Besitzern abzukaufen. «Wir führen entsprechende Verhandlungen», wird NPD-Rechtsabteilungsleiter Frank Schwerdt zitiert. In seiner zuletzt veröffentlichten Bilanz habe der NPD-Verlag Verbindlichkeiten in Höhe von rund 635 000 Euro ausgewiesen.
Hamburg (ddp-nrd)


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