Berlin (ddp-bln). Die Berlinale bekommt am Donnerstag Besuch von Oscar-Preisträgerin Renée Zellweger. Die 39-jährige US-Schauspielerin («Unterwegs nach Cold Mountain», «Bridget Jones - Schokolade zum Frühstück») stellt im Wettbewerb ihren neuen Film «My One And Only» vor, bei dem der Brite Richard Loncraine («Richard III.») Regie führte. Der Film über eine Mutter, die einen wohlhabenden Mann für sich und einen Vater für ihre Kinder sucht, feiert am Abend seine Weltpremiere im Berlinale Palast.
Außer Konkurrenz wird «The Dust of Time» von dem griechischen Regisseur Theo Angelopoulos gezeigt. Der Film ist der zweite Teil seiner Trilogie über die Umbrüche des vergangenen Jahrhunderts, der anhand einer Familiengeschichte erzählt wird. Bei der Berlinale 2004 stellte Angelopoulos mit «Die Erde weint» den ersten Teil vor. In «The Dust of Time» spielen Irène Jacob, Michel Piccoli, Bruno Ganz und Willem Dafoe.
Im Bären-Wettbewerb präsentiert außerdem die Regisseurin Claudia Llosa ihren zweiten Spielfilm «La Teta Asustada (The Milk of Sorrow)». Die Nichte des Schriftstellers Mario Vargas Llosa setzt sich darin mit Legenden und Sitten in ihrer Heimat Peru auseinander: Die junge Fausta leidet an einer rätselhaften Krankheit. Diese wurde durch die Milch von Müttern übertragen, die während der Schwangerschaft oder Stillzeit vergewaltigt wurden.
In der Sektion Forum läuft der Film «Letters to the President» des tschechischen Regisseurs Petr Lom. In der Dokumentation richtet Lom sein Augenmerk auf die Briefe, die Millionen von Iranern, von staatlicher Propaganda ermuntert, ihrem Präsidenten schreiben. Der Club iranisch-europäischer Filmemacher (CIEF) und die Kampagne «Stop the Bomb» haben ab 18.00 Uhr am Potsdamer Platz zu einer Kundgebung gegen den Film aufgerufen.
Der Regisseur Kai Wessel und die Schauspielerin Heike Makatsch stellen bei einer Pressekonferenz ihren Film «Hilde» vor. Aufgeführt wird die Verfilmung der Lebensgeschichte von Hildegard Knef am Freitag (13. Februar) in der Sektion Berlinale Special.
Der französische Filmkomponist und Oscar-Preisträger Maurice Jarre wird am Abend mit dem Goldenen Ehrenbären der Berlinale für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Der 84-Jährige gilt als einer der bedeutendsten Komponisten der Filmgeschichte («Doktor Schiwago», «Reise nach Indien»).
(ddp)


Forum
Facebook
Twitter






















