Regierungsfraktionen sehen in Bouffier-Wahl Beweis für Geschlossenheit: Die Wahl von Volker Bouffier (CDU) zum neuen hessischen Ministerpräsidenten am Dienstag hat unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen. Während die Regierungsfraktionen CDU und FDP in dem Votum einen Beweis für die Geschlossenheit der Koalition sehen, kritisierte die Linkspartei die neue Regierungsmannschaft.
Vergrößern Regierungsfraktionen sehen in Bouffier-Wahl Beweis für Geschlossenheit | Bild: © ddp

Wiesbaden (dapd-hes).

Bouffier werde die 'erfolgreiche Arbeit' der christlich-liberalen Koalition fortsetzen, sagte der Generalsekretär der CDU Hessen, Peter Beuth, in Wiesbaden. Nach der Vereidigung zum Ministerpräsidenten bekam Bouffier von der CDU-Fraktion ein Modell-Segelschiff geschenkt: 'Wir wünschen uns, dass immer ausreichend Wind in die Segel des Staatsschiffes wehen möge und sind uns sicher, dass Volker Bouffier als Kapitän des Schiffes immer den richtigen und klaren Kurs fährt', sagte Fraktionschef Christean Wagner.

Auch der Koalitionspartner FDP zeigte sich erfreut über das Votum der Landtagsmehrheit für Bouffier. 'Gleichzeitig freuen wir uns auf die Fortsetzung der bewährten, vertrauensvollen und vor allem erfolgreichen Zusammenarbeit mit dem Regierungsteam der CDU', sagte der FDP-Landesvorsitzende Jörg-Uwe Hahn.

Die schwarz-gelbe Regierungskoalition habe sich bisher durch eine gute und geschlossenen Zusammenarbeit ausgezeichnet, fügte der FDP-Fraktionsvorsitzende Florian Rentsch hinzu. Diese Kontinuität solle auch mit der neuen Mannschaft fortgesetzt werden.

Die Partei Die Linke sieht in der Wahl Bouffiers eine vertane Chance, 'das Land Hessen aus den Negativschlagzeilen zu bringen'. Hessen habe nun einen Ministerpräsidenten, der als Innenminister den Verfassungsschutz instrumentalisiere, sagte der Landesvorsitzende der Linken, Ulrich Wilken.

Der 58-jährige Bouffier wurde am Dienstag in einer Sondersitzung des Landtags in Wiesbaden zum Nachfolger von Roland Koch (CDU) gewählt. 66 der 116 anwesenden Abgeordneten stimmten für ihn. Damit erhielt er alle Stimmen aus dem eigenen Lager. Die Fraktionen von CDU und FDP verfügen über eine Mehrheit von 66 der 118 Sitze. Es gab keine ungültigen Stimmzettel oder Enthaltungen.

ddp