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Aktien Frankfurt: Gute Stimmung in der Industrie treibt den Dax

vor 2 Minuten veröffentlicht

FRANKFURT (dpa-AFX) - Erfreuliche Konjunkturdaten aus Europa haben für Erleichterung am gebeutelten deutschen Aktienmarkt gesorgt. Nach einem zunächst schwächeren Verlauf drehte der Dax ins Plus und übersprang erstmals seit zwei Wochen wieder die Marke von 9000 Punkten. Wegen Sorgen um die Weltwirtschaft war der deutsche Leitindex zeitweise sehr deutlich unter die Schwelle gerutscht. Bis zur Mittagszeit rückte der deutsche Leitindex um 0,63 Prozent auf 8996,64 Punkte vor.

Der MDax der mittelgroßen börsennotierten Werte gewann zuletzt 0,51 Prozent auf 15 661,93 Punkte. Der TecDax stieg um 0,71 Prozent auf 1216,84 Punkte schaffte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,46 Prozent aufwärts.

UNTERNEHMENSSTIMMUNG ÜBERRASCHEND AUFGEHELLT

Händler nannten als Grund für das aktuelle Aufatmen an der Börse die überraschenderweise aufgehellte Stimmung der Unternehmen in der Eurozone im Oktober. Erstmals seit drei Monaten sind die Firmen wieder etwas optimistischer geworden. In den großen Volkswirtschaften Deutschland und Frankreich läuft die Entwicklung jedoch weiter auseinander: Während die Daten für das Verarbeitende Gewerbe hierzulande besser ausfielen, gingen sie im Nachbarland zurück. Positive Signale kamen zudem aus China: Auch dort ist die Stimmung in der Industrie ersten Schätzungen zufolge gestiegen.

Doch nicht jede Aktie konnte profitieren: Für die Daimler-Papiere ging es trotz einer starker Quartalsbilanz um 0,23 Prozent abwärts. Analysten lobten zwar unisono die Zahlen, sahen jedoch nicht mehr allzu viel Neues darin, nachdem die Eckdaten bereits bekannt waren. Für den Kursverlust wurden schlechte Nachrichten aus der Branche verantwortlich gemacht. Hyundai hatte einen Gewinneinbruch gemeldet und über einen schwierigen und stagnierenden US-Absatzmarkt berichtet. "Die Konsumschwäche dürfte sich von den Mittelklasse-Wagen ausgehend in einigen Monaten auch im Oberklasse-Segment zeigen", erwartet Händler Andreas Lipkow von Kliegel & Hafner.

MICHELIN-AUSSAGEN BREMSEN CONTI AUS

Schwache Geschäftszahlen des Konkurrenten Michelin bremsten zudem die Aktien von Continental aus. Auch sie blieben mit minus 0,26 Prozent klar hinter der Marktentwicklung zurück. Die Euro-Stärke kostete den französischen Reifenhersteller in den ersten neun Monaten des Jahres Umsatz. Zudem senkte Michelin wegen der gestiegenen wirtschaftlichen Unsicherheit im Gesamtjahr sein Absatzziel.

Im MDax dagegen sprangen die Aktien von Hannover Rück um 1,21 Prozent hoch. Der weltweit drittgrößte Rückversicherer denkt angesichts eines immer dickeren Kapitalpolsters über Sonderdividenden für seine Aktionäre nach.

KRONES UND MTU NACH ZAHLENVORLAGE GEFRAGT

Beim Getränkeabfüllanlagen-Hersteller Krones sorgten zweistellige Wachstumsraten im dritten Quartal für ein Kursplus von 2,32 Prozent und einen der vorderen Plätze im MDax. Die Papiere von MTU profitierten mit 1,76 Prozent vom angehobenen Gewinnziel des Triebwerksbauers. Der reißende Flugzeugabsatz bei Airbus und Boeing hatte MTU im abgelaufenen Jahresviertel kräftig Rückenwind beschert.

Im TecDax sprangen die Anteilsscheine von Morphosys mit 6,47 Prozent an die Spitze. Der Antikörperspezialist rechnet angesichts einer erfolgsabhängigen Zahlung vom Partner Janssen nun mit einem geringeren Jahresverlust vor Zinsen und Steuern (Ebit) als bisher./ck/das

Von Claudia Müller, dpa-AFX