Puttrich befürchtet Nachteile für Hessens Bauern durch EU-Verordnung: Landwirtschaftsministerin Lucia Puttrich befürchtet gravierende Nachteile für hessische Landwirte durch die neue EU-Agrarverordnung für 2014. Anlässlich der Eröffnung der Landwirtschaftlichen Woche Nordhessen in Baunatal kritisierte die CDU-Politikerin am Dienstag, die EU-Kommission betreibe eine rückwärtsgewandte Politik.
Vergrößern Puttrich befürchtet Nachteile für Hessens Bauern durch EU-Verordnung | Bild: © dapd

Baunatal (dapd-hes). 'Die Vorschläge aus Brüssel stammen aus dem agrarpolitischen Instrumentenkasten der 80er und 90er Jahre.'

Unter anderem bemängelte Puttrich europäische Regeln für ökologische Stilllegungsflächen. Das Land Hessen befinde sich dagegen auf dem richtigen Weg, sagte die Ministerin. So könnten 'Investitionszahlungen aufgrund einer am Montag verabschiedeten Verordnung künftig drei Monate früher als bisher ausgezahlt werden'.

Unterstützung erfuhr Puttrich aus der hessischen CDU-Landtagsfraktion. Was die EU-Kommission bisher vorgelegt habe, sei 'in vielen Bereichen für uns in Hessen nicht hinnehmbar', sagte der Agrarpolitiker Kurt Wiegel. In der EU müssten die großen Vorleistungen der hessischen und deutschen Bauern fair berücksichtigt werden.

Die hessischen Grünen verteidigten dagegen die EU-Vorschläge als 'ökologischen, guten und richtigen' Schritt, um den Anbau von Monokultur und Massentierhaltung einzuschränken. Mit Blick auf die schnelle Auszahlung von Investitionsmitteln warf Angela Dorn, verbraucherpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion, Ministerin Puttrich vor, die Massentierhaltung zu stärken.

Der agrarpolitische Sprecher der FDP, Heinrich Heidel, beklagte, deutsche Landwirte würden 'zwischen Preisdruck und Gesetzesnorm zerrieben'. Stattdessen müsse ihre unternehmerische Eigenverantwortung in den Vordergrund rücken.

dapd