Prozessanlauf - Neuer Prozess gegen mutmaßlichen Auto-Brandstifter begonnen: Im zweiten Prozessanlauf wegen schwerer Brandstiftung gegen einen 23-Jährigen hat der Angeklagte am Dienstag vor dem Berliner Landgericht erneut die Aussage verweigert. Der berufslose Mann, welcher der linksradikalen Szene zugeordnet wird, soll im Juni 2009 in Friedrichshain gemeinsam mit einem Komplizen einen Mittelklassewagen in der Pettenkoferstrasse in Brand gesetzt haben.
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Durch das Feuer wurden laut Anklage Stoßstange, Kühlergrill und Teile des Motorraumes beschädigt. Auch ein daneben geparktes Fahrzeug wurde durch Hitze und Flammen in Mitleidenschaft gezogen.

Der Angeklagte und sein Mittäter wurden in unmittelbarer Nähe zum Brandort festgenommen. An der Kleidung und den Händen des 23-Jährigen sollen Anhaftungen von Lampenöl gefunden worden sein. Gegen den mutmaßlichen Komplizen wird gesondert verhandelt. Bei seiner Zeugenvernehmung am Dienstag hat sich der 21-Jährige auf sein Aussageverweigerungsrecht berufen.

Ein erstes Verfahren war im Oktober vergangenen Jahres geplatzt, weil die Richter ein neues schriftliches Gutachten verlangten. Darin sollten die Anhaftungen von Lampenölspuren sowie die Substanzen im Brandschutt noch einmal untersucht werden. Die Angaben eines Brandexperten im ersten Prozess waren für die Richter «nicht vollständig überzeugend und zum Teil widersprüchlich».

Berlin (ddp-bln)