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NEW YORK/LONDON/WIEN - Die Erwartung weiterer geldpolitischer Lockerungen durch die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Ölpreisen am Donnerstag starken Auftrieb gegeben

vor 40 Minuten veröffentlicht

Ölpreise legen wegen Erwartung lockerer EZB-Geldpolitik zu. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Oktober knackte zwischenzeitlich die Marke von 48 US-Dollar und ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete über 52 Dollar. Einen Teil der Zuwächse gaben beide Ölpreise im Anschluss wieder ab. Am frühen Abend lag der WTI-Preis noch mit 87 Cent im Plus bei 47,11 Dollar. Der Brent-Preis lag noch 62 Cent höher als am Vortag bei 51,11 Dollar.

Der starke Anstieg der Ölpreise hatte begonnen, nachdem Aussagen von EZB-Chef Mario-Draghi unter Anlegern die Erwartung weiterer geldpolitischer Lockerungen durch die EZB befeuert hatten. Der Euro fiel daraufhin zwischenzeitlich unter die Marke von 1,11 US-Dollar.Ein starker Dollar drückt zwar tendenziell auf den Ölpreis, weil er das in Dollar gehandelte Öl in anderen Währungen teurer macht und damit die Nachfrage dämpft. Diese Wirkung wird aber laut Analysten durch einen anderen Effekt überkompensiert. Laut Bill O?Grady, Chefstratege bei der Investmentfirma Confluence Investment Management, stützt die geldpolitische Lockerungen in Industrieländern die Nachfrage im allgemeinen und treibt so die Preise an.Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist deutlich gesunken. Das Opec-Sekretariat meldete am Donnerstag, dass der Korbpreis der Ölsorten des Kartells am Mittwoch bei 45,53 Dollar pro Barrel gelegen habe. Das waren 2,24 Dollar weniger als am Dienstag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der zwölf wichtigsten Sorten des Kartells.