Preisverfall in Japan setzt sich fort: Der Verfall der Preise in Japan dauert ungebrochen an. Die Kern-Verbraucherpreise sanken im April im Jahresvergleich um 1,5 Prozent und damit den 14. Monat in Folge, wie die Regierung am Freitag bekanntgab. Ă–konomen hatten lediglich einen RĂĽckgang um 1,4 Prozent erwartet. Im Vormonat war das Preisniveau um 1,2 Prozent gesunken. Im Monatsvergleich ergab sich bei der Kernrate im April ein saisonbereinigter RĂĽckgang um 0,5 Prozent.
Vergrößern Preisverfall in Japan setzt sich fort | Bild: © ad-hoc-news

In Tokio ergab sich beim Kernindex fĂĽr Mai im Vergleich zum Vormonat ein RĂĽckgang um 0,2 Prozent, nachdem das Preisniveau im Vormonat um 0,3 Prozent gesunken war. Die Kern-Preise in dem GroĂźraum, dessen Daten einen Monat vor der landesweiten Statistik zur VerfĂĽgung stehen, sanken im Jahresvergleich um 1,6 Prozent

Eine Deflation hat schlimme Auswirkungen auf die Wirtschaft. Sie drückt die Umsätze und Gewinne der Unternehmen, die dann Abstand von Investitionen nehmen und Arbeitsplätze abbauen. Verbraucher halten sich dann wiederum mit Anschaffungen zurück, wodurch sich der Preisverfall noch verschärft. Die Zentralbanken versuchen daher, die Nachfrage mit billigem Geld wieder anzukurbeln.

TOKIO (dpa-AFX)