Einen Hoffnungsschimmer gibt es allerdings: Bei Praktiker in Deutschland fielen die Umsatzrückgänge von Quartal zu Quartal niedriger aus, im November und Dezember verzeichnete die Kette sogar Zuwächse. Trotzdem erlöste Praktiker Deutschland im Gesamtjahr 10,3 Prozent weniger, im vierten Quartal lag der Rückgang aber nur noch bei 0,6 Prozent. "Die Umsatzstabilisierung bei Praktiker Deutschland im vierten Quartal lässt uns hoffen, dass wir die erste Phase der Durchstrecke jetzt hinter uns gelassen haben", sagte der Vorstandsvorsitzende Thomas Fox laut Mitteilung. Die angekündigten Sanierungsschritte müssten dennoch rasch umgesetzt werden, "damit der Praktiker Konzern möglichst bald wieder auf wirtschaftlich gesunden Füßen steht".
Im Kampf um die Konzernsanierung hat das Unternehmen Ende des Jahres Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern aufgenommen. Nun sollen nach Angaben eines Sprechers in den kommenden Tagen konkrete Verhandlungen starten. Es gehe um die Konditionen, zu denen betriebsbedingte Kündigungen erfolgen können, um die Verlagerung der Konzernzentrale aus dem saarländischen Kirkel nach Hamburg sowie um einen Sanierungstarifvertrag für die verbleibenden Mitarbeiter.
Neben der Neupositionierung in Deutschland strebt der Konzern eine Straffung des internationalen Geschäfts an. Aus Albanien und der Ukraine zieht sich das Unternehmen zurück. Unklar ist noch, ob noch weitere Märkte, vor allem in Osteuropa, vor dem Aus stehen. Insgesamt ging der Auslandsumsatz auf Jahresfrist um 10,2 Prozent zurück, mehr als doppelt so stark wie im Vorjahr. Dabei beschleunigte sich der Abwärtstrend zum Jahresende hin sogar noch. Laut Praktiker lag das auch an negativen Währungseffekten. Den endgültigen Jahresabschluss will Praktiker am 29. März vorlegen.


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