Polizei, Kriminalität

Verkehrsunfallbilanz 2016 im Bereich des Polizeipräsidiums Konstanz

08.03.2017 - 12:11:40

Polizeipräsidium Konstanz / Verkehrsunfallbilanz 2016 im Bereich ...

Konstanz - Leichter Anstieg der Unfallzahlen

Deutlicher Rückgang bei den Unfalltoten

Zunahme der Drogenunfälle

"Wenngleich vergangenes Jahr die Gesamtzahl der polizeilich registrierten Verkehrsunfälle im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Konstanz (Landkreise Konstanz, Ravensburg, Sigmaringen und Bodenseekreis) von 24.934 auf 25.416 um 1,9 Prozent leicht angestiegen ist, sind die Unfälle mit Personenschaden und hier insbesondere die Unfalltoten deutlich zurückgegangen", bilanziert Polizeipräsident Ekkehard Falk bei der Bekanntgabe der Verkehrsunfallzahlen. Seien 2015 noch 55 Verkehrstote zu beklagen gewesen, sei deren Zahl vergangenes Jahr auf 41 um gleich 26 Prozent gesunken, so der Polizeichef. Die Zunahme der Verkehrsunfälle sei überwiegend bei den Unfällen mit Sachschaden zu verzeichnen (plus 2,6 Prozent), Unfälle mit Personenschaden hätten im Vergleich zum Vorjahr um nahezu zwei Prozent abgenommen, stellt der Leiter des Polizeipräsidiums fest. Insgesamt seien bei 3550 (3619) Verkehrsunfällen mit Personenschaden 969 (1019) Personen schwer und 3563 (3663) leicht verletzt wurden, führt Ekkehard Falk aus.

Auch auf den Streckenabschnitten der im Polizeipräsidium Konstanz gelegenen Bundesautobahnen sei ein leichter Anstieg der Verkehrsunfälle von 781 auf 808 (plus 3,5 Prozent) festzustellen, wobei jedoch ein starker Rückgang der verunglückten Personen von 165 auf 136 (minus 17,6 Prozent) zu verzeichnen gewesen sei, so Falk weiter. Bei den Schwerverletzten habe sich die Zahl sogar von 43 auf 23 nahezu halbiert.

"Trotz des deutlichen Rückgangs bei den Verkehrstoten wird die Polizei in ihren Anstrengungen nicht nachlassen, in Zusammenarbeit mit Behörden und Organisationen die Zahl der Verkehrsunfallopfer weiter zu senken", kündigt der Polizeipräsident an.

Als Hauptursache bei den tödlichen Verkehrsunfällen habe sich einmal mehr überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit (27 Prozent; Vorjahr: 26,4 Prozent), gefolgt von Missachtung der Vorfahrt (14,6 Prozent) herauskristallisiert. Von den 18 in ihren mehrspurigen Kraftfahrzeugen tödlich Verunglückten seien zwei nicht angegurtet gewesen, so Falk.

"Bei 409 Unfällen (Vorjahr: 412) hat Alkohol eine Rolle gespielt und bei 176 (179) Verkehrsunfällen unter Alkoholeinwirkung mit Personenschaden sind vier (fünf) Personen ums Leben gekommen, 66 (78) schwer und 145 (149) leicht verletzt worden", sagt der Leiter des Polizeipräsidiums.

Haben die Alkoholunfälle somit einen leichten Rückgang erfahren, sei der deutliche Anstieg der Drogenunfälle von 23 auf 44 besorgniserregend, weist Falk auf diesen Umstand hin. Der Polizeichef kündigt deshalb an, bei der Verkehrsüberwachung die Bekämpfung von Drogen und Alkohol im Straßenverkehr verstärkt zu priorisieren. Schon vergangenes Jahr habe die Polizei ihre Kontrollintensität nicht nur in den Bereichen Geschwindigkeit, Ablenkung und Gurt deutlich erhöht, sondern auch der Verkehrstüchtigkeit ein Hauptaugenmerk gewidmet. Dabei seien 1.368 folgenlose Trunkenheitsfahrten und 531 Fahrten unter Drogeneinfluss festgestellt wurden. Polizeipräsident Ekkehard Falk ergänzt dazu die Ergebnisse der Geschwindigkeits-, Gurt-und Handy-Kontrollen, bei denen im letzten Jahr insgesamt 98.078 (Vorjahr: 90.048) Geschwindigkeitsverstöße, 8.880 (6.801) Verstöße gegen die Gurtanlegepflicht und 3.202 (2.025) Kraftfahrzeugführer wegen Telefonierens ohne Freisprecheinrichtung festgestellt worden seien.

Während bei der Gruppe der "Jungen Fahrer" (18 bis 24 Jahre), die nach wie vor am Unfallgeschehen überproportional beteiligt sind, die Unfallzahlen von 2.345 um 3,1 Prozent auf 2.273 zurückgegangen seien, bereite hingegen der deutliche Anstieg bei den Verkehrsunfällen mit Radfahrern Anlass zur Sorge, sagt der Polizeipräsident. Außerhalb geschlossener Ortschaften seien die Radunfälle um 5,8 Prozent von 171 auf 181, innerorts sogar von 969 auf 1.073 (plus 10,7 Prozent) angestiegen. Neun Fahrradfahrer (Vorjahr: 9) seien dabei ums Leben gekommen, 285 (277) schwer und 904 (817) leicht verletzt worden. Dazu habe auch die Zunahme bei den Pedelec-Fahrern beigetragen, von denen 162 (119) an Radfahrunfällen beteiligt gewesen seien. Von neun tödlich verletzten Rad- und Pedelec-Fahrern hätten sieben zur Unfallzeit keinen Helm getragen, gibt Falk zu bedenken. Die Polizei werde deshalb verstärkt ein Auge auf das Verhalten von Fahrradfahrern werfen, die sich oftmals über Vorschriften im Straßenverkehr hinwegsetzen und dabei offensichtlich außer Acht lassen, dass sie über keine Knautschzone verfügen, so der Polizeichef. Deshalb sei auch die polizeiliche Prävention ein unabdingbarer Schwerpunkt in der Verkehrserziehung. Bereits in den Kindergärten und in der Grundschule werden die Kinder für die Gefahren im Straßenverkehr sensibilisiert, so Falk, damit sie nicht als Jugendliche mit dem Radhelm am Lenker angetroffen werden oder sich anderweitig leichtsinnig über Unfallverhütungsmaßnahmen hinwegsetzen.

Negativ sei auch die Entwicklung bei den Verkehrsunfällen mit Personenschaden unter Beteiligung von Fußgängern ausgefallen, führt der Polizeipräsident weiter aus. Mit 381 (341) verunglückten Personen, von denen zehn (sechs) ums Leben kamen, 81 (84) schwer und 290 (251) leicht verletzt wurden, sei bei den insgesamt registrierten 350 (324) Verkehrsunfällen eine merkliche Steigerung festzustellen, bilanziert Falk. Dabei seien allerdings, wie bereits im Vorjahr, keine Kinder unter den Todesopfern gewesen.

Rückläufig sei dagegen erneut die Gesamtzahl der Unfälle mit Beteiligung von Motorradfahrerinnen und -fahrern. Lag der Rückgang im Vorjahr lediglich bei knapp einem Prozent, hätten letztes Jahr insgesamt 730 (775) Verkehrsunfälle polizeilich aufgenommen werden müssen, bei denen sechs (zwölf) Todesopfer zu beklagen, 217 (230) schwer und 484 (487) Personen leicht verletzt worden seien, stellt der Polizeipräsident fest.

"Nahezu konstant geblieben ist die Anzahl der Schwerverkehrsunfälle", sagt der Polizeichef. Bei 1.188 (1.192) Unfällen, an denen Lkw beteiligt waren, seien insgesamt 387 (408) Personen verunglückt, neun (vierzehn) dabei getötet, 96 (114) schwer und 282 (280) leicht verletzt worden. Die Überwachung des Schwerverkehrs durch die Spezialisten der Verkehrspolizeidirektion sei daher nicht wegzudenken. Insbesondere Lenkzeitüberschreitungen bis hin zu technischen Mängeln an den Fahrzeugen seien nahezu täglich auf den Straßen anzutreffen. Polizeichef Falk macht in diesem Zusammenhang deutlich, dass übermüdete Fahrer und unsichere Lkw tickende Zeitbomben seien und im Straßenverkehr nichts zu suchen hätten.

"Die Entwicklung bei den Verkehrsunfallopfern ist durchaus positiv", fasst der Polizeipräsident zusammen, weshalb sein Dank nicht nur allen Behörden und Partnern gelte, die sich gemeinsam mit der Polizei um mehr Sicherheit im Straßenverkehr bemühen, sondern auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die jeden Tag, rund um die Uhr, für mehr Verkehrssicherheit unterwegs seien, so abschließend der Leiter des Polizeipräsidiums.

Hinweis: Die detaillierten Unfallzahlen für die Landkreise Konstanz, Ravensburg, Sigmaringen und den Bodenseekreis können auf der Internetseite des Polizeipräsidiums Konstanz eingesehen werden.

https://www.polizei-bw.de/Dienststellen/PPKonstanz/Jahresberichte/ Verkehrsunfallstatistik_PP_KN_2016.pdf

OTS: Polizeipräsidium Konstanz newsroom: http://www.presseportal.de/blaulicht/nr/110973 newsroom via RSS: http://www.presseportal.de/rss/dienststelle_110973.rss2

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