Polizei, Kriminalität

Start ins neue Schuljahr - Aktion "Sicherer Schulweg" beginnt

08.09.2017 - 12:16:45

Polizeipräsidium Reutlingen / Start ins neue Schuljahr - Aktion ...

Reutlingen - Landkreise Reutlingen/Esslingen/Tübingen

Kindern und Jugendlichen einen möglichst sicheren Weg zur Schule zu bereiten ist das Ziel der alljährlich nach den Sommerferien stattfindenden Aktion "Sicherer Schulweg". Ab kommenden Montag soll das Ineinandergreifen von Verkehrsüberwachung und Verkehrsprävention dafür sorgen, dass Kids wohlbehalten an Schulen und Kindergärten ankommen. In enger Zusammenarbeit mit den Vollzugsdiensten der Kommunen und der Landratsämter wird das Maßnahmenpaket durch die jeweiligen Polizeireviere, die Verkehrspolizei und die Verkehrsprävention mit ihren Partnern umgesetzt. Im Vordergrund sämtlicher polizeilicher Aktionen steht die Sensibilisierung und Aufklärung aller beteiligten Verkehrsteilnehmer, aber auch die Überwachung des Straßenverkehrs an ausgesuchten Stellen wird eine zentrale Rolle spielen.

Die Ursachen, die zu Unfällen auf Schulwegen führen sind vielfältig. So zielt die Prävention vor allem auf die Vermittlung verkehrsgerechten Verhaltens des Nachwuchses ab. Kids, die im Straßenverkehr unterwegs sind, lassen sich allzu schnell ablenken und erkennen drohende Gefahren erst spät - manchmal zu spät. Es kann die Aufregung angesichts des ersten Schultags, aber auch der Freund auf der anderen Straßenseite sein, was Kinder und Jugendliche schlagartig alles vergessen lässt, was im Vorfeld noch fleißig geübt wurde. Hinzu kommt, dass die Kleinen sich kaum auf Erfahrungswerte oder rasche und richtige Reaktionen im Ernstfall verlassen können. Nicht selten werden dann Abstände zu Fahrzeugen, aber auch die Gefahrenträchtigkeit bestimmter Situationen falsch eingeschätzt.

Daneben birgt auch das Verhalten mancher Eltern gewisse Risiken für den eigenen Nachwuchs. Gefährliche Situationen treten an den Schulen insbesondere durch die stetige Zunahme der sogenannten "Eltern-Taxis" auf, insbesondere wenn sie inmitten der anderen Schüler, die mit dem Rad oder zu Fuß zur Schule kommen, in der morgendlichen Hektik schnell vorfahren und an unübersichtlichen Stellen oft auch verkehrswidrig mitten auf der Straße oder am Fußgängerüberweg anhalten.

Nach Beobachtungen der Polizei vernachlässigen Eltern immer wieder die Sicherheit ihrer Kinder auch innerhalb des eigenen Fahrzeugs. Durch die Verwendung ungeeigneter Kindersitze wird der Nachwuchs im Ernstfall nicht ausreichend geschützt. Fast gänzlich verzichtet wird oftmals auf Rückhalteeinrichtungen, wenn neben den eigenen auch fremde Kinder mitgenommen werden, für die keine Kindersitze an Bord sind.

Vieles richtig machen jene Eltern, die ihre Sprösslinge auf die Gefahren des Straßenverkehrs vorbereiten und mit ihnen bereits Tage vor Schulbeginn einen möglichst sicheren Schulweg erkunden und gemeinsam ablaufen. Den Weg zur Schule später dann allein oder mit Klassenkameraden zu bewältigen, stärkt Kinder in ihrem Selbstbewusstsein und ihrer Alltagskompetenz.

Kinder, die schon in die Schule radeln, ist ein Fahrrad an die Hand zu geben, das verkehrssicher ausgestattet ist. Das Tragen eines gut sitzenden Fahrradhelms sollte in der heutigen Zeit eine Selbstverständlichkeit sein. Egal ob als Fußgänger oder Radfahrer: Helle Kleidung, idealerweise mit Reflektoren, sorgen vor allem in der dunklen Jahreszeit dafür, dass die Kids von anderen Verkehrsteilnehmern besser erkannt werden.

An die übrigen Verkehrsteilnehmer appelliert die Polizei, insbesondere entlang von Schulwegen, an Schulen und Kindergärten ein verkehrskonformes, defensives und aufmerksames Verhalten an den Tag zu legen. Fahrzeuglenker, die es beispielsweise mit der Geschwindigkeit nicht ganz so genau nehmen oder durch ihr Fehlverhalten an Fußgängerüberwegen die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen aufs Spiel setzen, werden sich nicht darauf verlassen können, dass es die eingesetzten Polizeibeamten bei belehrenden Gesprächen belassen. Zu bedenken gilt, dass Erwachsene eine Vorbildfunktion haben und dieser gerecht werden sollten. Beobachten Kinder, wie die "Großen" bei Rot über die Straße gehen, sich im Auto nicht anschnallen oder beim Fahrradfahren auf ihren Helm verzichten, ist die Wahrscheinlichkeit einer Nachahmung hoch.

Zusatzinformation: Im Jahr 2016 ereigneten sich im Bereich des Polizeipräsidiums 61 Schulwegunfälle, von denen 27 von anderen Verkehrsteilnehmern und 34 durch die Schüler selbst verursacht wurden. 10 Schulkinder wurden schwer und 52 weitere leicht verletzt. Im Jahr zuvor waren bei 78 Unfällen noch 85 Kinder zu Schaden gekommen, wobei ein Schüler tödliche Verletzungen erlitten hatte. (fn)

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