Tiere, Umwelt

Start des Almauftriebs - So kommen die Kühe auf die Alpenwiesen (AUDIO)

12.06.2017 - 12:07:12

Milchwerke Berchtesgadener Land / Start des Almauftriebs - So kommen die ...

Piding - Anmoderationsvorschlag: (SFX: Kuhgkocken) Wahrscheinlich kennt jeder dieses Bild: Glückliche Kühe, Gras fressend, die ein oder andere mit einer Glocke um den Hals - friedlich auf einer Alm in den Alpen. Weit weg von der Hektik des Alltags, in dem wir uns zwischen Arbeitsstress und Routinen kaum Ruhepausen gönnen. Aber haben Sie sich schon mal gefragt, wie die Kühe eigentlich auf die Bergwiesen kommen und warum? Denn den Winter über stehen sie in ihrem Stall im Tal. Oliver Heinze berichtet.

(SFX: Kuhglocken) Sprecher: Ein paar Kühe treiben die Bergbauern noch zu Fuß auf die Alm. Die meisten kommen aber mit dem Viehtransporter auf die Bergwiese. Dort werden Sie dann den Sommer über von Sennern und Sennerinnen wie Brigitte Meier verpflegt.

O-Ton 1 (Brigitte Meier, 19 Sek.): "Also ich stehe um kurz vor vier Uhr in der Früh auf, wenn ich Glück habe, stehen meine Kühe schon da, ansonsten muss ich sie holen. Die kommen dann in den Stall, dann werden sie gemolken, dann dürfen sie wieder raus. Ich miste dann den Stall aus, reinige die Melkanlage und das Melkzeug und wenn ich mit allem fertig bin, dann kann ich mal frühstücken."

Sprecherin: Von der Kallbrunnalm, auf der sie arbeitet, wird die Milch alle zwei Tage an eine Sammelstelle gebracht.

O-Ton 2 (Brigitte Meier, 14 Sek.): "Da wartet dann schon der Tankwagen der Molkerei Berchtesgadener Land. Und fährt die Milch nach Piding in die Molkerei. Von der Molkerei kriegen die Bergbauern einen fairen Milchpreis für ihre harte Arbeit. Weil nur so kann die Kulturlandschaft Almregion erhalten bleiben."

Sprecher: Denn würden die Bergbauern die Alm nicht bewirtschaften, würde sie komplett zuwachsen.

O-Ton 3 (Brigitte Meier, 11 Sek.) "Und dann verschwindet die ganze Artenvielfalt, die ganzen Kräuter und Orchideen, alles was da oben wächst. Und außerdem ist es ja auch ein Teil der Wanderkultur: wenn eine Alm zugewachsen ist, dann kann auch keiner mehr einkehren."

Sprecher: Weit weg von der Hektik des Allttags verbringt Brigitte Meier seit mittlerweile elf Jahren jeden Sommer auf der Alm und möchte diese Zeit nicht missen.

O-Ton 4 (Brigitte Meier, 12 Sek.): "Man lernt, wie wenig das man braucht, damit man glücklich sein kann. Es ist einfach eine schöne Zeit da oben und das größte Glück von einer Sennerin ist, wenn sie im Herbst die Kühe geschmückt und gesund zum Bauern runter bringen darf."

Sprecherin: Und dann geht's auch für Brigitte Meier wieder in ihren eigentlichen Beruf als Büroangestellte zurück - den nächsten Almauftrieb kann sie aber kaum erwarten.

Abmoderationsvorschlag:

Sieben Wochen Ruhe, sieben Wochen Natur pur, aber auch sieben Wochen ziemlich harte Arbeit. Aktuell dürfen die Kühe wieder in die Berge auf die Alm - begleitet werden sie zum Beispiel auf der Kallbrunnalm [Betonung auf ...brunn...] von Sennerin Brigitte Meier, die sich dafür extra eine lange Auszeit von ihrer eigentlichen Arbeit nimmt. Mehr Infos zum Thema Bergbauern finden Sie auf der Webseite der Molkerei Berchtesgadener Land auf bergbauernmilch.de.

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